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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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lange  Gassen,  die  eine  kömmt,  von  Westen  vom  Thore  der  Citadelle
gegen  Osten,  wendet  sich  dann  südlich  bis  sie  sieh  mit  der  anderen
vereinigt,  die  andere  Strasse  zieht  von  Osten  vom  Thore  der  Moschee ­
  gegen  Westen  bis  zum  Bäb-el-Mifsri;  in  dieser  Gasse  sind
die  Märkte  und  Buden.  Ausserdem  gibt  es  viele  Seitengassen,  die
sich  verzweigen,  einige  dieser  Seitengassen  sind  sehr  enge,  andere
wieder  weit  wie  in  anderen  Städten.  Ausserhalb  der  Mauern,  besonders ­
  vor  den  Thoren  Bäb-efch-Scherki,  Bäb-ol-Bakl,  Bäb-efch-Schimäli,
  Bab-ofch-S  chämi-el-Kebir  sind  viele  Häuser  und  Palmgärten.
Die  Moschee  des  Propheten  hat  vierThore:  das  erste  heisst  Bäb-os-Selam,
  von  diesem  führt  ein  weiter  bedeckter  Gang,  der  bei  10  Ellen
breit  und  ganz  gepflastert  ist,  bis  zur  östlichen  Mauer  in  einer  Länge
von  sechs  und  dreissig  Ellen,  die  Elle  zu  drei  Spannen  gerechnet,
und  endet  bei  dem  in  der  Ecke  der  östlichen  Mauer  befindlichen
Bäb-el-Minäret  (d.i.  Thor  des  Minarets)  des  Propheten.  Das  zweite
Thor  ist  das  Bäb-or-Rahme.  Von  diesem  Thore  kömmt  man  durch
den  Säulengaug  in  den  Hof  der  Moschee  bis  zur  östlichen  Mauer,
zum  Thore  Bäb-ol-Baki.  Das  vierte  Thor  ist  das  Bäb-on-Nisä,
d.  i.  Thor  der  Weiber.  In  der  östlichen  Mauer  der  Moschee  ist
ein  Fenster  auf  den  Weg  hinaus  gegenüber  der  Zelle  des  Propheten ­
  4 )  ,  an  dieser  ziehen  die  Pilger  mit  ihren  Kamelen  und
Reisethieren  vorbei  um  des  Segens  des  Propheten  theilhaftig  zu
werden.  Die  heilige  Moschee  hat  vier  Thore,  auf  der  westlichen
Seite  zwei,  das  Bäb-os-Seläm  und  Bäb-or-Bahme,  und  auf  der
östlichen  Seite  zwei,  das  Bäb-ol-Baki  und  Bäb-on-Nisä.  Die
Länge  des  Gebäudes  von  der  nördlichen  zur  südlichen  Seite  ist
72  Ellen,  die  Breite  von  Osten  nach  Westen  beträgt  3G  Ellen;  die
Zahl  der  Säulen  201.  Die  Säulen,  die  in  dem  bedeckten  Theile
stehen,  sind  130;  die  Säulen  des  westlichen  Säulcnganges  44,
die  des  östlichen  45,  die  des  südlichen  50  in  vier  Reihen.  Im
Hofe  der  Moschee  ist  eine  grosse  Kuppel  auf  vier  Marmorsäulen
ruhend,  die  ein  Thor  hat,  das  sich  gegen  Osten  öffnet.  Nahe  dabei
sind  ein  paar  Palmen  und  ein  Brunnen,  dessen  Wasser  etwas
salzig.  Minarete  sind  fünf,  von  welchen  abwechselnd  die  Muefine
Abends  und  Morgens  und  zur  Zeit  der  fünf  Gebete  den  Ruf  zum
            
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