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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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nach  Osten  zum  Friedhöfe  Baki-oI-Gharkad,  das  im  Westen  in  das
Wadi-I-Äkik  und  nach  Kuba  führte;  innerhalb  dieses  Thores,  von
der  Stadtmauer  umschlossen,  war  der  Gebetsort  (Mussallä),  wo
der  Prophet  am  Feste  betete,  gegen  Nordwesten  war  ein  Thor,  ein
anderes  führte  zu  den  Gräbern  der  Märtyrer  von  Uhud 1 ).  Medinc
liegt  in  einer  Ebene;  feste  Mauern  aus  Erde  oder  Ziegeln  liess
Käsim-od-Deulet-il  Muiffi  erbauen.  Im  Jahre  540  liess  Dfehemälod-Din
  Muhammed  Ihn  Ebi  Manssur,  der  Wefir  des  Melik-ol-'Adil
Senkt,  Vaters  des  Nur-od-Din,  die  Moschee  herstellen.  Bald  aber
vermehrte  sich  die  Bevölkerung  auch  ausserhalb  der  Mauern,  und
als  im  Jahre  557  der  Sultan  el-Melik-el-'Adil-Nur-od-DinMahmud
Ihn  Senkt  auf  seinem  Zuge  nach  Syrien  nach  Medine  kam,  flehten
ihn  alle  jene,  die  ausser  dem  Umkreise  der  Mauern  wohnten,  an,
ihnen  eine  Mauer  zu  bauen,  die  sie  und  ihre  Ileerden  schütze;  da
befahl  er,  die  Mauer  zu  bauen,  die  man  noch  jetzt  sieht.  Das  Jahr
der  Erbauung  ist  558,  er  schrieb  seinen  Namen  auf  das  Thor
Bäb-ol-Baki’,  wo  man  ihn  noch  jetzt  sieht,  so  wie  in  dem  Eisen,
womit  das  Thor  beschlagen  ist.  Die  Inschrift  lautet:
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Die  Könige  Hessen  sich  stets  den  Aufbau  der  Mauern  vonMcdine
angelegen  sein:  im  Jahre  755  wurde  vom  Melik-ofs-SFälih  die
Mauer  erneuert,  ebenso  wie  unter  der  Herrschaft  dcsMelik-on-Nässir
  Ihn  Kiläün.  Käitbäi  liess  einiges  an  den  Mauerzinnen  2 )  ausbessern. ­
  Der  Sultan  der  Osmanen  Soleimän  liess  die  Mauern  rcstauriren
und  baute  auf  der  westlichen  Seite  das  Schloss.  Die  vier  Thore,
die  er  erbaute,  bestehen  bis  jetzt,  das  westliche  Bäb-ol-Missri,  das
nördliche  Bab-ofch-Schämi,  das  östliche  Bäb-ol-Baki,  das  südliche
Bäb-oth-Schämi-ofch-Sfaghir,  durch  welches  wir  Medine  betraten.
Das  Harem,  d.i.  die  Moschee  des  Propheten,  ist  fast  in  der  Mitte  der
Stadt,  doch  etwas  gegen  Südosten.  Die  Citadelle  steht  auf  der  nördlichen ­
  Seite  der  Mauer  zwischen  dem  Bäb-ofch-Schämi  und  dem
Bab-oth-Schämi-ofch-Sfaglnr;  durch  die  Stadt  selbst  laufen  zwei
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