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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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heisst  .auch  Äkabet-er-Ri’'),  bei  zwei  Stunden  zogen  sie  auf  diesen
Bergpass  fort,  ein  jeder  führte  seine  Kamehle  von  vorne  am  Strick,
und  ein  anderer  ging  hinter  dem  Kamehle  her,  damit  es  nicht  strauchle
und  falle.  Am  Abend,  erzählt  unser  Scheich,  erreichten  wir  endlich ­
  das  Thal  und  fanden  Grünfutter.  In  der  Mitte  der  Nacht
kamen  wir  zwischen  Bergen  und  Schluchten  in  das  Thal  Wädi-f-Sfugfaira,
  wo  wir  Regenwasser  antrafen,  dort  blieben  wir  bis  zum
Äfsr  des  folgenden  Tages.  Eine  Stunde  nach  Sonnenuntergang
kamen  wir  in  das  Thal  Wädi-f-Semle 2 )  wo  wir  übernachteten.
Am  Morgen  zogen  wir  wieder  fort,  bis  zu  einer  Quelle  an  der  wir
die  Kamehle  tränkten;  wir  beeilten  uns  aber,  aus  Furcht  von  den
Harb-  oder  Ancfe-Beduinen  gesehen  zu  werden,  so  zogen  wir  fort
bis  vor  Sonnenaufgang;  da  kam  der  Beduine  Ruwaifchid,  der  vor
uns  auf  den  Gipfeln  der  Hügel  einherschritt  und  sagte:  Ich  habe
drei  Änefe-Araber  in  der  Ferne  gesehen,  die  uns  bemerkt  haben:
sie  sind  von  den  Kamehlen  abgestiegen  und  haben  jenen  hohen
Berg  erklimmt,  von  wo  aus  sie  uns  beobachten.  Wir  hielten  unsere ­
  Waffen  in  Bereitschaft  und  wer  keine  hatte,  bewehrte  sich
mit  Zeltstangen;  so  zogen  wir  eilig  weiter.  Unterdessen  brach
die  Nacht  an.  Bald  kamen  wir  aus  dem  Thale  Wädi-l-Akik  heraus;
so  eilten  wir  vorwärts,  bis  einer  unserer  Gesellschaft  sagte,  er
sähe  Reiter  in  Reihen  stehen,  die  uns  erwarteten;  wir  wussten
nicht  was  dies  zu  bedeuten  hatte  ,  als  wir  das  Dröhnen  der  Wasserräder ­
  hörten,  und  schlossen,  dass  dies  die  Wasserräder  der
Gärten  von  Medine  seien.  Bald  sahen  wir  in  der  Ferne  die  Lampen ­
  von  den  Minareten  strahlen.  Als  wir  näher  kamen,  hörten  wir
die  Muesine,  die  von  den  hohen  Minareten  Gottes  Lob  und  Preis
sangen.  Wir  ritten  die  Mauer  der  Stadt  entlang  und  fanden  das
Thor  Bäb-efch-Schämi,  d.  i.  Damascener-Thor  verschlossen;  wir
begaben  uns  nun  zur  Schwelle  eines  anderen  Thores  unterhalb  der
Citadelle  und  stiegen  daselbst  ab.  Dann  tranken  wir  aus  der  Quelle
Ain-ef-Serka 3 )  die  eigentlich  Ain-el-Efrak  heisst,  weil  Merwan,
2)  aLJII
3 )  1
            
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