Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

110

freundlichste  aufnahm  und  ihm  ein  Zelt  nahe  bei  dem  seinen  anwies.
  Als  unser  Scheich  den  Scherif  bat,  ihn  nach  Medine  zu  befördern, ­
  antwortete  er  ihm:  Wenn  ich  mit  Dir  hundert  Reiter
mehr  senden  wollte,  so  würde  es  doch  bei  den  jetzigen  Umständen
unmöglich  sein,  zu  warten  sei  das  Beste.  Jembü-en-Nachl  und
die  umliegenden  Dörfer  werden  von  den  Bewohnern  der  heiligen
Städte  efch-Scham  genannt,  vielleicht  wegen  des  Reichthums  von
Quellen:  wollen  sie  sich  dahin  begeben,  so  sagen  sie:  Wir
wollen  nach  Schäm  gehen 1 ).  Unser  Lager,  sagt  der  Scheich,  war
am  Fusse  des  Gebirges  Radhwä  aurgeschlagen.  Semhüdi  sagt:
Radhwa  ist  ein  Berg  in  der  Entfernung  einer  Tagreise  von  Jembii
und  vier  Tagreisen  von  Medine:  daselbst  werden  Schleifsteine
gefunden.  Unterdessen  zog  sich  die  Fehde  mit  den  Ilarb-Beduinen
in  die  Länge,  der  Scherif  zog  alle  mit  ihm  verbundenen  Stämme,
deren  Zahl  sich  auf  37  belief,  an  sich.  Endlich  kam  die  Nachricht,
dass  der  Scheich  der  Harb-Beduinen  ,  dessen  Name  Mudhajan 3 )
war,  an  der  Kolik 3 )  gestorben  war.  Nachdem  unser  Scheich  auf
diese  Art  einige  Zeit  zugebracht  hatte,  sandte  der  Scherif  eines
Morgens  zum  Scheich,  um  ihn  zu  sich  zu  berufen-,  er  ritt  nun  mit
dem  Scherif,  mit  einer  Bedeckung  von  hundert  Reitern  aus,  um  das
Grab  des  Imam  Hasan-el-Mesennä 4 ),  des  Sohnes  des  Imam  Hasan,
Sohnes  des  Imam  Ali  Ihn  Ebi  Talib,  zu  besuchen.  Nachdem  sie  das
Grab  besichtigt  hatten,  kamen  sie  in  ein  Dorf  im  Gebiete  von
Jembu,  das  Suwaika  oder  wie  heut  zu  Tage  Suwaik  heisst;  allein,
dieses  Dorf  war  von  den  Bewohnern,  die  es  mit  den  Beni  Harb
hielten,  verlassen.  In  diesem  Dorfe  sind  fliessende  Wasser  und
viele  Palmen,  die  gerade  dieses  Jahr  sehr  viel  Frucht  trugen.  Hier
am  Ufer  des  Baches  sassen  der  Scherif  und  der  Scheich  nieder,  so
wie  der  Sohn  des  Scherifs,  der  befohlen  hatte,  die  Häuser  des
Dorfes  in  Brand  zu  stecken,  die  das  Feuer  rasch  aufzehrte,  da  sie
aus  dürren  Palmenzweigen  waren  und  noch  dazu  der  Wind  die
*)  j>  lil  \  I  jJ  ö  I
4 )
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.