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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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nahten,  fanden  wir  ein  Weib  aus  dem  Dfch.oheine-Stamm  mit  ihrem
Knäblein:  sie  empfing  uns  gastfreundlich,  zündete  ein  Feuer  an,
entschuldigte  die  Abwesenheit  der  Männer,  bereitete  uns  Kaffeh
und  schlachtete  ein  Schaf.  Hier  verweilten  wir  bis  nach  dem  Afsr,
wo  wir  dann  bis  in  die  halbe  Nacht  fortzogen  und  dann  anhielten ­
  ;  nächsten  Tages  nach  Mittag  gelangten  wir  an  Jembü-el
Bahr;  dort  findet  man  kein  Wasser  als  das,  welches  man  von  der
Ferne  bringt  und  verkauft.  Dieser  Ort  ist  keine  Station  der  ägyptischen ­
  Pilgerkarawane,  sondern  dieselbe  liegt  höher  ostwärts.
Von  hier  aus  kehrten  die  Beduinen,  von  denen  wir  die  Kamehle
gemiethet  hatten,  zurück.  Als  wir  Erkundigungen  über  den  Weg
nach  Medine  einzogen,  sagte  man  uns:  zwis  chenden  Harb-Beduinen ­
  und  dem  Emir  von  Hidfchaf  Säd-od-Din  Ihn  Seid  sei  Fehde,
sie  stünden  im  Wädi-fs-Schafrü  und  hinderten  jeden  vom  Wege
nach  Medine.  Das  einzige  Mittel  nach  Medine  zu  gelangen  wäre,
uns  zum  Emir  Säd  Ihn  Seid-el-Häfchimi,  dem  Emir  von  Hidfchaf
zu  begeben,  der  uns  nach  Medine  befördern  könne.  Wir  beschlossen ­
  also,  uns  zu  demselben  zu  verfügen,  kaum  aber  waren
wir  aus  Jembü  heraus,  so  sahen  wir  einen  Beduinen  auf  einem  Kamehle ­
  in  die  Stadt  eilen  und  bald  darauf  sprengte  uns  ein  Beiter
nach,  der  uns  mittheilte,  es  sei  ein  Schreiben  von  Säd  Ihn  Seid
angekommen,  worin  er  Befehl  gebe,  mich  und  meine  Gesellschaft
nicht  ohne  Bedeckung  aus  Jembü  abreisen  zu  lassen,  da  der  Weg
unsicher  sei.  Wir  kehrten  also  nach  Jembü  zurück.  Folgenden
c  c  °
Tages  zog  der  Scherif  Abd-Allah  Ihn  Amrin-il-Hädfckimi  mit  zwei
andern  Reitern  auf  Kamehlen  mit  uns.  Wir  kamen  in  der  Wüste
an  einem  Grabe  vorüber,  das  Kabr-ol-Ghurajib,  d.  i.  Grab  des
Fremdlings,  heisst.  Ums  Afsr  erreichten  wir  Jembü-en-Nachl,
einen  grossen  Flecken  mit  vielen  Palmen  und  reichlichem  Wasser,
hier  ist  die  24.  Station  der  ägyptischen  Pilgerkarawane.  Von  hier
bis  nach  Mekka  sind  sieben  Stationen.  Diese  sind:  Bedr,  el-Kä’  *),
Rabigh 2 ),  Kudrid,  Üsfän,  Wadi  Fätime,  Mekka.  Semhüdi  sagt,
Jembü  erhielt  seinen  Namen  wegen  der  Menge  von  Quellen,  die
daselbst.  Hier  fand  unser  Scheich  den  Scherif,  der  ihn  aufs
            
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