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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Wasser  ist;  folgenden  Tages  ward  Seghar 1 )  erreicht,  wo  die  vierte
Station  der  ägyptischen  Pilgerkarawane,  Morgens  ritten  wir  durch
dieses  Thal  hindurch,  bis  wir  in  die  grosse  Wüste,  die  ct-Tih 2 )
heisst,  kamen.  Makrifi  sagt:  Tih  ist  ein  Gebiet  bei  Eileb  3 )  (Aila
bei  Ritter)  oder  Beit-ol-Mukaddes  (Jerusalem,  Aelia),  wovon  es
durch  einen  Bergücken  getrennt  ist,  welcher  so  steil  ist,  dass  er  zu
Pferde  nicht  erstiegen  werden  kann.  Zur  Zeit  des  Chomäraweih  Ihn
Ahmed  Ihn  Tulün  ward  ein  Weg  gebahnt  und  man  ritt  zwei  Tagreisen
in  dieser  Wüste,  bis  man  zum  Bahr  Färan 4 )  kömmt,  wo  die  Stadt
Färän  stand,  an  welchem  Orte  der  Pharao  Aegyptens  unterging.
Die  Wüste  Tih  ist  hei  40  Parasangen  lang  und  breit.  Die  Länge
der  Wüste  Tih  soll  sechs  Tagreisen  betragen,  damit  stimmt  auch
das  überein,  was  man  von  den  Bahri-Mamluken  erzählt:  als  sie
sich  im  Jahre  652  aus  Cairo  flüchteten,  irrten  einige  von  ihnen
fünf  Tage  lang  in  der  Wüste  herum,  am  sechsten  Tage  sahen  sie
etwas  Schwarzes  in  der  Ferne  und  eilten  hin.  Siehe,  da  fanden
sie  eine  grosse  Stadt  mit  Mauern  und  Thoren  aus  grünem  Marmor,
sie  betraten  die  Stadt  und  besichtigten  sie;  da  fanden  sie,  dass  der
Sand  die  Stadt  grösstentlieils  ausgefüllt  hatte  und  ihre  Strassen  und
Häuser  bedeckte;  Gefässe  und  Kleider  fanden  sie,  die  sich  aber  bei  der
Berührung  zerbröckelten  vor  Länge  der  Zeit,  auch  fanden  sie  9  Goldmünzen, ­
  auf  denen  das  Bild  einer  Gaselle  und  eine  hebräische  Inschrift,
sie  gruben  die  Erde  auf,  und  fanden  eine  Cisterne,  aus  der  sie  Wasser,
das  kälter  als  Schnee  war,  tranken.  Hierauf  trafen  sie  eine  Schaar
Beduinen,  welche  sie  nach  Kerek  brachten;  dort  gaben  sie  die  Goldstücke ­
  einem  Wechsler,  der  ihnen  100  Dinare  für  jedes  Goldstück  gab.
Man  sagte,  die  Münzen  seien  in  den  Tagen  des  Moses  geschlagen  worden ­
  und  diese  Stadt  sei  dieMedinet-el-Chadhra,  eine  der  Städte  der
Israeliten,  bald  bedecke  sie  der  Sand,  bald  fliehe  er  von  ihr  ab.
Hierauf  machten  wir  Halt  und  erreichten  folgenden  Morgens  das
Schloss  Nachl 5 )  in  dieser  Wüste:  es  ist  dicss  die  fünfte  Station
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