102
ein Es’ad, ein Abd-ol Latif, Beduinen hatten wir drei mit uns;
ausser den sechs Kamelilen, die ich gemiethet hatte, führten wir
noch zwei Pferde mit uns. An uns schloss sich eine Anzahl Baumeister
an, die ebenfalls Kamehle von den Beduinen gemiethet
hatten , auf denen sie Sykomorenliolz 1 ) transportirten, mit denselben
reiste auch der Befehlshaber des Schlosses Muwailih 2 ).
Die Leute waren vom Wesir von Aegypten abgesandt worden, um
Brvinnen auf der Pilgerstrasse zu bauen, sie begleiteten uns bis
Muwailih, wo sie uns verliessen, von welchem Orte an wir allein
bis nach Medine zogen. Der erste Halt ward an einem Orte in
der Wüste, der Akbänije 3 ) heisst, gemacht. Von hier erreichten
w r ir am folgenden Tage Där-ol-hamrä, wo bloss Regenwasser
sich vorfindet; diess ist die zweite Station der ägyptischen Hadfch,
d. i. Pilgerkarawane, die erste Sfation heisst: Birket-ol-Hadfch.
Am folgenden Tage kamen wir an den Berg Dfchebel 'Uwaibid 4 )
woselbst kein Wasser. Den nächsten Tag kamen wir an Adfcherüd
5 ), der dritten Station der ägyptischen Pilgerkarawane, vorbei,
daselbst ist ein Schloss, in welchem eine Besatzung, doch
hielten wir uns hier nicht auf, und zogen weiter durch eine grosse
Wüste, wo man steinerne Säulen bei 24 an der Zahl sieht: zwischen
je zwei solchen Säulen sind zwei Meilen, die Höhe der
Säulen ist vier Ellen; man errichtete dieselben in alten Zeiten
um als Wegzeichen für die Pilger zu dienen. Nicht weit von hier
ist Sues c ), von wo die Schilfe nach Jembü und Dfchidde gehen.
In der Nähe von Sues hielten wir so lange bei den Brunnen an,
als nötliig war um die Kamehle und Pferde zu tränken; es sind
da sieben Brunnen. Dann ritten wir weiter und rasteten erst
gegen Abend in einem Thale, das Derb-on-Nabi’a heisst, wo kein
1 ) 1
2 )
3 ) Ajlip
t»
4 ) JwjC
y
5 ) -V*