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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Scheich  roitgetheilte  Ueherlieferung  von  den  in  den  Grabhöhlen
gefundenen  Mumien  uns  mit  Sicherheit  eine  der  vielen  nabatäischen
Niederlassungen  erkennen  lässt,  von  deren  Reichthum  und  hoher
Blüthe  die  Ruinen  von  Petra  Zeugniss  geben,  und  die  sich  über  ganz
Nordarabien  ausgedehnt,  und  bis  Haurä,  wo  noch  die  Ruinen  des
alten  Asuxoxwp?  sichtbar  sind,  gereicht  zu  haben  scheinen;  wovon
auch  noch  im  Süden  von  Haurä,  der  Berg  Dschebel-on-Nabt,  d.  i.
der  Nabatäer-Berg,  eine  im  Munde  des  Volkes  fortlebende  geographische ­
  Ueherlieferung  ist.  Nicht  minder  interessant  ist  die
Mittheilung  über  die  Entdeckung  der  Ruinen  von  Petra  durch  die
Bahri-Mamluken.  Ebenso  theilt  uns  der  Scheich  nicht  unwichtige
topographische  Angaben  über  die  beiden  heiligen  Städte,  ihre
Moscheen  und  die  Gebräuche  ihrer  Bewohner  mit;  durch  ihn  werden ­
  wir  unterrichtet,  dass  das  grosse  auf  europäischen  Bibliotheken
fehlende  Werk  des  Ihn  Asäkir,  das  auf  Befehl  des  Gönners  und
Förderers  der  Wissenschaften  aus  dem  Geschleckte  der  Atabegen,
Nur-od-Din,  verfertigt  ward,  nicht  wie  man  bisher  meinte,  eine
Geschichte  und  Topographie  von  Damaskus  enthalte,  sondern  bloss
die  Biographien  berühmter  Männer  dieser  Stadt.  Das  Itinerar  der
Rückreise  von  Medine  nach  Syrien  setzt  uns  in  Stand,  mehrere
durch  europäische  Transcription  auf  den  Karten  kaum  erkennliche
Namen  wieder  herzustellen.
III.  Des  Scheichs  Äbd-  ol-  Ghani-in  -N  ab  o  lsi  Reisen
im  wüsten  Arabien.
Am  Morgen  des  folgenden  Tages  nahm  der  Scheich  Abschied
von  seinen  Freunden  und  Bekannten,  und  dichtete  bei  dieser  Gelegenheit ­
  ein  längeres  Zweckgedicht,  aus  welchem  folgende  Verse  :
An  des  Monats  Redsclieb  achtem  Tage  zogen  fort
Wir  aus  Cairo  unter  der  Beduinen  Schutz  und  Ilort:
Gen  die  Wüsten  von  Hidschäf  hin  ging  der  Reise  Flucht
Auf  den  Rücken  mächt’ger  Dromedare  edler  Zucht,
Mussten  sie  auch  unter  schwerer  Last  gar  mühvoll  geh'n,
So  erfrischte  sie  die  Wolke  doch  mit  kühlem  Weh’n;
Der  Zephyr  ergoss  sich  über  die  Gefilde  hin,
Und  erquickte  uns  mit  dufterfülltem  Hauch  den  Sinn;
Und  nun  schütze  der  Allmächt'ge  uns’re  Reiterschaar,
Dass  uns  kein’s  vom  Ungemach  der  Zeiten  wiederfahr’!
Wir  waren,  erzählt  unser  Scheich,  acht  an  der  Zahl,  ich,
mein  Sohn,  mein  Diener,  drei  Männer,  die  Mohammed  hiessen,
            
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