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Scheich roitgetheilte Ueherlieferung von den in den Grabhöhlen
gefundenen Mumien uns mit Sicherheit eine der vielen nabatäischen
Niederlassungen erkennen lässt, von deren Reichthum und hoher
Blüthe die Ruinen von Petra Zeugniss geben, und die sich über ganz
Nordarabien ausgedehnt, und bis Haurä, wo noch die Ruinen des
alten Asuxoxwp? sichtbar sind, gereicht zu haben scheinen; wovon
auch noch im Süden von Haurä, der Berg Dschebel-on-Nabt, d. i.
der Nabatäer-Berg, eine im Munde des Volkes fortlebende geographische
Ueherlieferung ist. Nicht minder interessant ist die
Mittheilung über die Entdeckung der Ruinen von Petra durch die
Bahri-Mamluken. Ebenso theilt uns der Scheich nicht unwichtige
topographische Angaben über die beiden heiligen Städte, ihre
Moscheen und die Gebräuche ihrer Bewohner mit; durch ihn werden
wir unterrichtet, dass das grosse auf europäischen Bibliotheken
fehlende Werk des Ihn Asäkir, das auf Befehl des Gönners und
Förderers der Wissenschaften aus dem Geschleckte der Atabegen,
Nur-od-Din, verfertigt ward, nicht wie man bisher meinte, eine
Geschichte und Topographie von Damaskus enthalte, sondern bloss
die Biographien berühmter Männer dieser Stadt. Das Itinerar der
Rückreise von Medine nach Syrien setzt uns in Stand, mehrere
durch europäische Transcription auf den Karten kaum erkennliche
Namen wieder herzustellen.
III. Des Scheichs Äbd- ol- Ghani-in -N ab o lsi Reisen
im wüsten Arabien.
Am Morgen des folgenden Tages nahm der Scheich Abschied
von seinen Freunden und Bekannten, und dichtete bei dieser Gelegenheit
ein längeres Zweckgedicht, aus welchem folgende Verse :
An des Monats Redsclieb achtem Tage zogen fort
Wir aus Cairo unter der Beduinen Schutz und Ilort:
Gen die Wüsten von Hidschäf hin ging der Reise Flucht
Auf den Rücken mächt’ger Dromedare edler Zucht,
Mussten sie auch unter schwerer Last gar mühvoll geh'n,
So erfrischte sie die Wolke doch mit kühlem Weh’n;
Der Zephyr ergoss sich über die Gefilde hin,
Und erquickte uns mit dufterfülltem Hauch den Sinn;
Und nun schütze der Allmächt'ge uns’re Reiterschaar,
Dass uns kein’s vom Ungemach der Zeiten wiederfahr’!
Wir waren, erzählt unser Scheich, acht an der Zahl, ich,
mein Sohn, mein Diener, drei Männer, die Mohammed hiessen,