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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

Ueber  das  mitteldeutsche  Buch  der  Väter.

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einem  Schüler  des  h.  Antonius  aus  lib.  III.  cap.  XXXI
(Leipziger  Hs.  9 C 117—10'’42).  Mit  der  Legende  des  h.  Antonius ­
  ist  die  des  h.  Paulus  primus  heremita  verbunden,
der.en  Verfasser  im  lateinischen  der  h.  Hieronymus  ist.  Da
nun  diese  Vita  Pauli  primi  heremitae  vom  cap.  V  eigentlich ­
  mehr  vom  h.  Antonius  als  von  Paulus  erzählt,  so  sieht
man  deutlich,  dass  der  Dichter  alles,  was  er  in  den  verschiedenen ­
  Büchern  der  Vitae  patrum  über  den  h.  Antonius
vorfand,  zu  einem  Ganzen  vereinigen  wollte.  Dies  unterliegt
um  so  weniger  einem  Zweifel,  als  er  nach  der  Geschichte  des
Paulus  primus  heremita  wieder  andere  Stücke  aus  dem
lib.  II  et  III  über  ungenannte  Einsiedler,  über  Ammon,
über  Paulus  Simplex  beibringt,  immer  aber  nur  solche,  in
denen  der  h.  Antonius  eine  Rolle  spielt.  Mit  einem  Worte,
der  Dichter  hat  aus  den  über  die  X  libri  der  Vitae  patrum
zerstreuten  Anecdoten  vom  h.  Antonius  eine  grosse  Legende
zu  bilden  versucht.
Wir  können  leider  nicht  mehr  entscheiden,  wie  weit
diese  Bemühung  vom  Erfolge  gekrönt  wurde,  denn  die  Leipziger ­
  Hs.  bricht,  ohne  einen  eigentlichen  Abschluss  der  Legende ­
  zu  geben,  17 d 195  plötzlich  ab.  Es  ist  nicht  wahrscheinlich, ­
  dass  der  Dichter,  sein  Werk  nicht  vollendet  habe,
es  muss  vielmehr  in  der  Vorlage  der  Leipziger  Hs.  schon
eine  Lücke  gewesen  sein.  In  der  Leipziger  Hs.  deutet
äusserlich  nichts  auf  eine  solche  Lücke,  im  Gegentheil  es  folgen
auf  demselben  Blatt  noch  die  fünf  ersten  Verse  der  Vorrede,
womit  der  Dichter  den  zweiten  Theil  seines  Werkes  einleitet.
Ueber  diese  Lücke  und  den  Inhalt  des  Lib.  I.  der  Vitae  patrum
mehr  imter  I.  4.
2.  Wie  gesagt  folgt  nach  der  abgebrochenen  Legende  des
h.  Antonius  die  Vorrede  des  zweiten  Theils,  sie  lautet:
17 a  196  Svs  wollen  do  in  gotes  namen  Die  einsidelen  lobesamen

Nach  der  töde  wart  er  (1.  ir)  me,  Mit  den  was  got  als
er  was  e
Mit  den  andern  gesin.  (18”)  Des  heiligen  geistes  schin
Irlvhte  dar  nach  ie  den  man  Daz  er  lvterkeit  gewan.
Sich  breite  der  tvgende  schar  In  der  wste  her  vnd  dar,
            
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