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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

Ueber  die  spanischen  Versionen  der  Historia  Trojana.

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Benoit.
Devant  la  pucele  est  venuz
Puis  est  entrez  el  paveillon
A  la  pucele  saluee  .  .  .
De  par  son  natural  seignor:
,Dame,  üst  il,  cest  milsoldor
Vos  enveie  par  druerie.'

Hs.  Jj.  n.  16.
El  doncel  de  que  fue  eutradü
Y  vi6  entrar  4  la  doncella,
[Assi]  como  era  ensenado
Los  hinojos  fincö  ant  ella
Et  dixol:  ,Senoramia,
Sahidavos  Diomedes
Et  por  mor  de  vos  embia
Este  cavallo  que  vedes.'

Bei  Guido  lautet  die  Stelle:
,Nuncius  igitur  statim  cum  ipsius  equi  dono  ad  Briseidam
celeriter  festinavit,  equum  sibi  obtulit  a  Diomede  transmissum
et  verba  quae  dixit  sibi  Diomedis  fideliter  narrat  sibi.'
Wir  hätten  somit  zwei  spanische  Fassungen  kennen  gelernt, ­
  welche  auf  Benoit  zurückgehen.

Sehen  wir  uns  nun  um  die  anderen  um,  so  begegnet  uns
die  wohl  bekannte  Mittheilung  des  Fernando  Perez  de  Guzman,
welcher  von  seinem  berühmten  Oheim  Pedro  Lopez  de  Ayala
(1332—1407)  sagt:  ,por  causa  del  son  conocidos  algunos  libros
que  antes  no  lo  eran,  ansi  como  el  Tito  Livio,  las  Caidas  de  los
Principes,  los  Morales  de  San  Gregorio,  el  Ysidoro  de  Summo
Bono,  el  Boecio,  la  historia  de  Troya.'  Dass  damit  nicht  gemeint ­
  sein  könne,  er  habe  etwa  zuerst  die  Originalwerke  zur
allgemeinen  Kenntniss  gebracht,  ist  besonders  mit  Hinweis  auf  das
Werk  Isidor’s  des  Spaniers  von  Ticknor  (übersetzt  von  Julius  I
149)  richtig  hervorgehoben  worden;  es  kann  hier  nur  von  Uebersetzungen
  die  Rede  sein.  Und  da  es  sich  überall  um  lateinische
Werke  handelt,  so  wird  man  der  allgemeinen  Annahme  beipflichten ­
  ,  welche  in  der  historia  de  Troya  das  Buch  Guido’s
erblickt.  In  diesem  Sinne  hat  dann  Perez  —  dem  übrigens
die  Uebersetzung  aus  Benoit  vom  J.  1350  unbekannt  geblieben
sein  wird  —  Recht,  wenn  er  seinem  Oheim  das  Verdienst
beimisst,  dieses  Werk  zuerst  in  Spanien  eingebürgert  zu  haben.
Die  Frage,  ob  Ayala  die  Uebersetzung  selbst  verfertigt  oder
Sitzb.  d.  phil.-liist.  CL  LXIX.  Bd.  I.  Hft.  4
            
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