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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

lieber  die  spanischen  Versionen  der  Historia  Trojana.

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Uebrigens  hat  Rios  selbst  wenn  auch  unwillkürlich  —
dafür  gesorgt,  dass  jeder  Zweifel  behoben  wird,  und  zwar  dadurch, ­
  dass  er  zwei  kurze  Stellen  aus  der  castilischen  Version
mittheilt.  Wir  besitzen  somit  das  Mittel,  nicht  blos  mit  aller
Bestimmtheit  zu  constatiren,  dass  der  spanische  Text  Bcnoit
wiedergibt,  sondern  auch  die  Art  zu  beobachten  —  so  weit  es
an  einer  so  kleinen  Probe  möglich  ist  —  wie  sich  die  Uebertragung
  zum  Originale  verhält.  Wir  führen  zuerst  die  zweite,
als  die  entscheidendere  Stelle  an.  Sie  betrifft  die  Kriegsthaten
einiger  der  Bastarden  des  Königs  Priaiims.  Guido  kürzt  da
nach  seiner  Art  die  Darstellung  des  Benoit  bedeutend  ab.
Während  der  französische  Trouvere  bei  jedem  einzelnen
Kampfe  sich  in  Details  einlässt,  begnügt  sich  Guido,  in  wenig
Zeilen  die  Namen  von  Siegern  und  Besiegten  dürr  aufzuzählen.
Nachstehende  Gegenüberstellung  zeigt  hingegen,  wie  genau  der
spanische  Text  seinem  Originale  folgt,  welches  er  sogar  hie
und  da  durch  kleine  Zusätze  erweitert.  An  einer  Stelle  (VV.
9842—44)  hat  er  seine  Vorlage  durch  Einschiebsel  ausgerenkt
und  aus  einem  Krieger  mehrere  gemacht.  Eine  andere  (9865
—69)  hat  er  offenbar  missverstanden.

Benoit 1 .
9836  Uns  amirauz  Morins  d’Aresse

Est  chcüz  morz,  ne  vesqui
  plus,
Tel  colp  li  dona  Menalus.
Iiisdoz  ses  freres  i  rateint, ­

40  Un  riche  conte  a  si  empeint

Que  mort  le  seivre  de
la  sele.

Castilische  Version.
Meneieus,  hermano  de  Ector,
justo  con  Meriens,  almirante  de
Aresa,  et  diole  un  tan  grant
golpe  que  lo  echo  muerto  en
tierra.
Infraus,  su  hermano,  fue  ferir
un  conde  de  los  griegos,  que
lo  eclio  delante  de  sl  de  tan
grant  fuerca  que  lo  langö  luene
de  la  siella.

1  Die  betreffende  Stelle  fehlt  in  der  Wiener  Hs.,  welche  (in  der  Mitte  der
Spalte)  von  V.  91*24  auf  V.  9965  der  Ausgabe  Joly’s  abspringt.  Die  Bemerkung ­
  Fromann’s  (Germania  II  193),  dass  der  Inhalt  der  Verse  5479
—5821  bei  Herbort  in  dem  französischen  Gedichte  überhaupt  fehle,  ist
demnach  zu  modificiren.
            
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