lieber die spanischen Versionen der Historia Trojana.
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Uebrigens hat Rios selbst wenn auch unwillkürlich —
dafür gesorgt, dass jeder Zweifel behoben wird, und zwar dadurch,
dass er zwei kurze Stellen aus der castilischen Version
mittheilt. Wir besitzen somit das Mittel, nicht blos mit aller
Bestimmtheit zu constatiren, dass der spanische Text Bcnoit
wiedergibt, sondern auch die Art zu beobachten — so weit es
an einer so kleinen Probe möglich ist — wie sich die Uebertragung
zum Originale verhält. Wir führen zuerst die zweite,
als die entscheidendere Stelle an. Sie betrifft die Kriegsthaten
einiger der Bastarden des Königs Priaiims. Guido kürzt da
nach seiner Art die Darstellung des Benoit bedeutend ab.
Während der französische Trouvere bei jedem einzelnen
Kampfe sich in Details einlässt, begnügt sich Guido, in wenig
Zeilen die Namen von Siegern und Besiegten dürr aufzuzählen.
Nachstehende Gegenüberstellung zeigt hingegen, wie genau der
spanische Text seinem Originale folgt, welches er sogar hie
und da durch kleine Zusätze erweitert. An einer Stelle (VV.
9842—44) hat er seine Vorlage durch Einschiebsel ausgerenkt
und aus einem Krieger mehrere gemacht. Eine andere (9865
—69) hat er offenbar missverstanden.
Benoit 1 .
9836 Uns amirauz Morins d’Aresse
Est chcüz morz, ne vesqui
plus,
Tel colp li dona Menalus.
Iiisdoz ses freres i rateint,
40 Un riche conte a si empeint
Que mort le seivre de
la sele.
Castilische Version.
Meneieus, hermano de Ector,
justo con Meriens, almirante de
Aresa, et diole un tan grant
golpe que lo echo muerto en
tierra.
Infraus, su hermano, fue ferir
un conde de los griegos, que
lo eclio delante de sl de tan
grant fuerca que lo langö luene
de la siella.
1 Die betreffende Stelle fehlt in der Wiener Hs., welche (in der Mitte der
Spalte) von V. 91*24 auf V. 9965 der Ausgabe Joly’s abspringt. Die Bemerkung
Fromann’s (Germania II 193), dass der Inhalt der Verse 5479
—5821 bei Herbort in dem französischen Gedichte überhaupt fehle, ist
demnach zu modificiren.