Mnssafia. lieber die spanisclien Versionen der Historia Trojana
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Ueber die spanischen Versionen der Historia Trojana.
Von
Dr. Adolf Mussafia,
wirklichem Mitgliede der k. Akademie der Wissenschaften.
Im vierten Bande seiner Historia cntica de la literatura
espanola (1863, S. 344 ff.) macht uns Amflor de los Rios mit
manchen Handschriften spanischer Bibliotheken bekannt, welche
Darstellungen der Trojanischen Sage enthalten. Vor allem ziehen
unsere Aufmerksamkeit zwei Handschriften auf sich, welche
beide einen, der Angabe dos Verfassers nach, vollkommen
übereinstimmenden Text, aber in verschiedener Sprache, darbieten;
die eine — Escorialbibliothek H. I. 6 — castilisch;
die andere — Osunabibliothck I. N. 16 — galicisch. Die
Unterschriften der zwei Codices, welche Rios mittheilt, sind in
der That ganz gleichlautend. Beide sind im December 1350
vollendet worden und in beiden nennt sich sogar der Schreiber
Nicoläs Gonzales. Es kann daher von zwei selbstständigen
Uebersetzungen aus dem Lateinischen wohl kaum die Rede
sein. Bei der Besprechung dieses Textes geht Rios von Guido
de Columna aus. Dieser habe ein Buch geschrieben ,intitulado
Historia Trojana, sacado de las supuestas de Dictys de Creta
y de Dares de Frigia, ä las cuales anadiö multitud de hechos
. . ., vistio ä los personages . . . al uso de la edad media, dotolos
hasta de las preocupaciones volgares y animolos finalmente
de cuantas cualidades distinguian al tipo, ya generalmente
recibido, de los Caballeros/ Dann sei das Buch in’s Franzö-