M. Cetius Faventinuß und ein Bienensegen.
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bereits vorhanden, denn unten am Rande steht folgende historische
Notiz:
VI. ID. NOÜ. Hartuuicus ordinatus archiepiscopus.
Dieser Hartuuic ist der Erzbischof von Salzburg, der
vom Jahre 991 bis 1023 auf dem Stuhle des heil. Rupert sass.
Genau dieselbe Notiz über Hartuuic findet sich und zwar von
derselben Hand wie auf dem in Rede stellenden Blatte auch
in der Hs. selbst und zwar 54 b zum Jahre 991. Somit steht
fest, dass die Hs. schon im X. Jahrhundert vorhanden war
und dem Schriftcharakter nach ist sie an der Scheide des IX.
und X. Jahrhunderts geschrieben. Die Hypothese vom Petrus
Diaconus ist somit vollkommen irrig.
Uebrigens ist dieses kostbare Blatt jetzt als Suppl. 2867
in der k. k. Hofbibliothek aufbewahrt.
2. Ein lateinischer Bienensegen.
Wurde das für die Literatur-Geschichte des Alterthums
wichtige Blatt, über das bisher die Rede war, von dem Deckel
der Hs. abgelöst, so gewährt diese Hs. selbst noch ein anderes
Denkmal, das wohl verdient für die Sitten- und Literaturgeschichte
des Mittelalters hier mitgetheilt zu werden. Die ersten
drei Blätter der ILss. enthalten ein ,Capitularium libri' und sind
verbunden. Auf dem Blatt 2 a , das eigentlich das dritte sein
sollte, steht hinter dem rothen Zahlzeichen C von einer Hand
des IX. Jahrhunderts folgender Bienensegen, den ich Zeile
für Zeile mit allen Abkürzungen hersetze, die unterpunctirten
Buchstaben sind in der Hs. durchstrichen.
C. Nuscelihiu. N.
Apis modicula. mater matricula. altü
uolens acuta inpugnans stans naturale
inpsü sei. apis modicula mater matri
cula. quicerä candidam facis. et lu
s
men ueracis ante düm portacis .apes
uos adiuro ' los p angelos maigestatis. ut non