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Haupt.
Diese Pis. gehörte seit ihrem Ursprünge dem Erzstifte
Salzburg, wie schon aus den oben angeführten Annales Salzburgenses
einleuchtet, historische Notizen, die zumeist salzburgische
Priester betreffen. Bei Gelegenheit fiel mir diese Hs.
in die Hände und ich gewahrte auf dem hintern Deckel ein
pergamentenes Blatt aufgeklebt, an welchem sich schon jemand
mit einem Reagens versucht hatte, doch begreiflicher Weise
umsonst, da die Schrift sich blos an der aufgeklebten Seite
befindet und nur die Initialen durchschlugen.
Das Blatt wurde vorsichtig abgelöst und da bot sich Folgendes
zu lesen, und zwar die Uncialen mit Mennig geschrieben :
M . CETIFAVENTINI ARTIS ARCHI
TECTIONICAE PRIVATIS VSIBYS
ADBREVIATVS LIBER 1
Anomala ha . .
qn p latitudin
uagant’ signiferi
Artis arcliitectionicae peritiam. 2 multa oratione uitruuius 3
pollio aliique | auctores scientissime scripsere. uerum ne longa
eorum disertaque facundia j liumilioribus ingeniis alienum
faceret Studium, pauca ex bis mediocri licet se. mon. | priuatis
usibus ordinäre 4 fuit consilium. quae partes itaque caeli et
regiones uentorum | salubres aedificiis uideantur. et qua subtilitate
nociui flatus auertantur aditusque | ianuarum et lumina
fenestris utiliter tribuantur quibusque 5 mensuris aedificio | membra
disponantur. quibus signis tenuis abundansque aqua inueniatur
| etiam quibus 6 aedificandi gratiam scire oportet breui
succinctaque narratione cog 7 .
1 In ,FAVENTINI‘ ist NT durch den Rost eines metallenen Stiftes zum
grössten Theile zerstört und ein Loch in das Pergament gefressen, so dass
nur mehr der erste senkrechte Strich von N und der Querbalken von T
und zwar die rechte Hälfte vorhanden ist.
2 Alle bisher bekannten Hss. lesen: De arehitectonicae peritia . .
3 Das zweite i in ,uitruuius 1 fehlt, es ist nämlich von einem Wurme gefressen.
4 ornare die übrigen Hss.
5 quibusve die übrigen Hss.
6 quae aedificandi gratia die übrigen und mit Recht. Hier steht aber genau
quib; aedificandi gratis.
7 Das Ende dieses Wortes, nämlich ,nosces‘, stand mit rothen Uncialen
hinter ,balnearum‘ in xvi. Die Spuren von NOS . . S sind noch vorhanden.