Heber die Datirung einiger Urkunden Kaiser Friedrichs II.
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Anders bei den Urkunden des Kaisers. Findet sieb hiei'
regelmässig, wie gesagt, nur eine an Einzelpersonen gerichtete
Inscription, so geben nur die Schlussworte einen Halt. Das
in perpetuum findet sich nie in Kaiserurkunden dieser Zeit.
Das gratiam suarn et omne bonum, welches die Urkunden Konrads
ausnahmslos haben, wo nicht in perpetuum gebraucht ist,
findet sich zwar in Kaiserurkunden; aber etwa viermal häufiger
heisst es gratiam suam et bonam voluntatem. In den schon erwähnten
vereinzelten Fällen, wo Kaiserurkunden eine an alle
Getreuen gerichtete Inscription haben, heisst es: TJniversis presentes
litteras inspecturis fidelibus suis gratiam suam et omne
bonum, was sich der in den Urkunden Konrads am häufigsten
vorkommenden Formel genau anschliesst, mit unsern Urkunden
aber lediglich in dem stimmt, was sich ziemlich ausnahmslos
in allen Inscriptionsformeln der Urkunden Konrads findet.
Ist mir für die nur in III vorkommende Arenga ein
Beleg in den Urkunden weder des Kaisers, noch des Königs
aufgefallen, so gestattet die in allen drei Urkunden vorkommende
Promulgation wieder einen genaueren Vergleich. Sie
lautet in I: Per presens scriptum notum esse valumus tarn presentibus
quam futuris. Das entspricht der in den Urkunden
Konrads am häufigsten vorkommenden Formel bis auf das volumus,
für welche es vielleicht sehr zufällig in den am genauesten
übereinstimmenden Fällen cupimus heisst, während sich
das notum esse volumus an und für sich in der Formel bei
etwas mehr abweichender Fassung oft genug nachweisen lässt.
Eine fast ganz übereinstimmende Formel wird nun allerdings
auch in den Kaiserurkunden am häufigsten gebraucht, aber so,
dass ich das notum esse nie finde und in offenen Briefen regelmässig
ein universis eingeschoben wird; im Regest ist die
regelmässige Abkürzung Notum facimus universis etc. In II
heisst es: Ad notitiam (wie statt presentiam zweifellos zu lesen
ist) universitatis vestre volumus pervenire. Das entspricht genau
keiner der Urkunden Konrads; fassen wir aber das häufig
vorkommende ad modernorum et futurorum notitiam pervenire
cupimus ins Auge, und dazu noverit Universitas vestra oder universitati
vestre notum esse volumus und ähnliche oft vorkommende
Ausdrücke, so ist der Anschluss eng genug. Dagegen finde
ich in den Urkunden des Kaisers keinen Beleg; die Ausdrücke