Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

276

Ficker.

Stadtbibliothek  zu  Köln  eine  um  jene  Zeit  vom  Kaiser  in  Deutschland ­
  ausgestellte  Urkunde  aufgefunden  habe.  Die  Güte  meines
Freundes  und  Collegen  Stumpf  ermöglicht  es  mir,  dieselbe  nach
einer  von  ihm  selbst  aus  dem  Originale  genommenen  Abschrift
mitzutheilen:
Fridericus  dei  gracia  Romanorum  Imperator  semper  augustus,
Jherusalem  et  Sycilie  rex.  Universis  Christi  et  Romani  imperii
fidelibus,  ad  quos  littera  presens  devenerit,  graciam  suam  et  omne
bonum.  Celestis  altitudo  consilii  in  ea  dignitatis  collocavit  nos
apice,  quod  semper  virtutibus  intendere  et  circa  nostros  et  sacri
imperii  fideles  de  plenitudine  nostre  grade  teneamur  semper  agere
graciose.  Pateat  igitur  et  clarescat  Omnibus,  quod  nos  Hermanno
de  Calichem  militi,  fideli  nostro  dilecto,  facientibus  devocionis
sue  obsequiis  in  omni  cultura  fidei  fidelissime  et  frequenter  inpensis,
feodum  decem  marcarum  in  thelonio  castri  nostri  Werdensis  annis
singulis  damus,  concedimus  et  deputamus  hereditarie  possidend,imx
et  in  fest.o  beati  Martini  hyemalis  ab  officiato  castri  nostri  ibidem,
qui  pro  tempore  fuerit,  eidem.  ammota  difficultate  qualibet  cissignandum.
  In  cuius  facti  protestationem  et  roboris  firmitatem
•presentem  ei  suisque  heredibus  litteram  conscribi  et  imperiali
nostro  sigillo  fecimus  com,munin.
Datum  Wyene,  xx.  die  novembris,  indictione  xi  (xvf),
anno  incarnationis  dominice  millesimo  cc.  xl.  primo.
Wäre  uns  diese  Urkunde  nur  in  Abschrift  erhalten,  so
wären  gewiss  die  erheblichsten  Bedenken  gegen  ihre  Echtheit
vollkommen  gerechtfertigt.  Vor  allem  natürlich  deshalb,  weil
wir  den  Kaiser  nach  den  sonstigen  Nachrichten  damals  zu
Foggia  in  Apulien  vermuthen  dürfen.  Und  auch  davon  abgesehen, ­
  zeigt  die  Fassung  der  Urkunde,  worauf  wir  zurückkommen, ­
  manches  Auffallende,  wenigstens  wenn  wir  sie  mit
der  Fassung  anderer  kaiserlicher  Urkunden  dieser  Zeit  vergleichen. ­
  Aber  dem  wohlerhaltenen  Originale  gegenüber  ist
jeder  Gedanke  an  Unechtheit  der  Urkunde  aufzugeben.
Wird  demnach  die  Lösung  jener  Bedenken  in  anderer
Richtung  zu  suchen  sein,  so  legt  die  Nichtübereinstimmung  der
Jahresangaben  gewiss  den  Gedanken  "am  nächsten,  ein  Versehen
in  der  Angabe  des  Incarnationsjahres  anzunehmen.  Im  November ­
  1241  lief  die  fünfzehnte  Indiction.  Was  die  Bezeichnung ­
  derselben  in  der  Urkunde  betrifft,  so  theilt  mir  Stumpf
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.