Weistliümer-Forsclmngen in Ober-OesterreicU.
die genannten Orte erst noch zu besuchen (über Aisterslieim
s. oben S. 248). Seinen zuverlässigen Angaben nach war in
denselben ausser dem Marktrecht von Peuerbach, dem Ehaft
von Neukirchen im Walde und den Marktfreiheiten von Wesenurfahr
von 1582 (vgl. Sitzungsber. LX, 553, 562) nichts zu
holen. Das erste ist bereits in seiner Monographie über Peuerbach
gedruckt (a. a. 0. S. 614—616), und von den beiden
letztem hatte er Abschrift genommen, die er mir mit rühmenswerther
Uneigennützigkeit zur Verfügung stellte. Ich erhielt
sie von ihm sammt einer Abschrift der Vöklabrucker Stadtrechte
aus dem Stadtbuche von 1391 nach meiner Rückkehr
von der Reise' zugesendet. Ausserdem hatte er mich schon
früher brieflich auf ein Ehaft in der Marktlade von Schörfling
aufmerksam gemacht. Da er davon noch keine Abschrift
genommen, so begab ich mich selbst dahin. Herr Marktvorstand
Frikh erinnerte sich wohl des Denkmals, fügte aber die
nicht eben tröstliche Bemerkung hinzu, dass es seither wieder
gesucht wurde, aber nicht mehr zu finden war. Ich machte
mich trotzdem daran, die bereitwillig geöffnete Marktlade zu
durchsuchen, und es gelang zu meiner Freude, nicht nur das
Ehaft von 1499 selbst in zwei gleichlautenden, freilich jungen
Abschriften, sondern auch Protokolle über gehaltene Taidinge
bis zum Jahre 1839 herab aufzufinden. Die ältere der beiden
Abschriften von 1781 wurde mir vom Herrn Marktvorstand
mit ehrendem Entgegenkommen behufs Abschriftnahme anvertraut;
eine ältere von 1713 war bei der Collation jener
(1781) in der k. k. Böhmisch- und Oesterreichischen Hof-Kanzleiregistratur
aufbewahrt und müsste sich, wenn ich recht
berichtet bin, jetzt im Archiv des Ministeriums des Innern
finden. Ob da vielleicht auch das alte Original oder das ,iu
alter Schrifft in pargamen gebundtene Bueclfi zu suchen wäre?
Meine weiteren Nachforschungen in den Archiven von
Hallstatt, Laufen und Ischl blieben leider erfolglos, ln
Gm unden konnte ich das Archiv eines Umbaus wegen, wie
man mir sagte, nicht sehen. Da die Zeit schon etwas vorgerückt
war und in Linz noch nach zwei*Seiten Aufgaben zu
erfüllen waren, so begab ich mich unverzüglich dahin zurück.
Meine erste Sorge war es nun, das alte Friedburger Salbuch
zu suchen. Ich wendete mich daher an den Chef der