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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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uns,  dass  die  Bürger  behaupteten,  die  Polheimer  hätten  noch
ihre  Freiheiten  in  Händen  und  ihnen  davon  Abschrift  versprochen, ­
  die  Polheimer  jedoch  das  abläugneten.  Dieses  Streitpunktes ­
  sollte  nach  dem  Vergleich  nicht  mehr  gedacht  werden.
Wahrscheinlich  um  ihn  vollends  zu  erledigen,  fühlte  sich  Sigmund ­
  veranlasst,  im  Jahre  darauf  die  genannte  Marktordnung
zu  geben.  Vielleicht  folgte  auch  das  alte  Ehaft,  oder  wenigstens ­
  eine  Abschrift  davon  mit  zurück.  Auf  dem  nahen
Schloss  Parz  war  ausser  zwei  Verkaufsurbarien,  die  aber  kein
Weisthum  enthielten,  von  dem  einstigen  Archiv  nichts  mehr
vorhanden.  Ein  Ausflug  nach  Galschbach  und  Aistersheim
  brachte  das  Marktbuch  des  ersteren  Ortes  von  1607  ein,
das  ich  in  Verwahrung  des  Herrn  Marktvorstandes  Franz
Wimmer  in  der  Marktlade  fand.  Auf  Aistersheim  existirt  wohl
ein  nicht  unbeträchtliches  aber  nicht  geordnetes  Archiv,  dessen
Durchsicht,  wie  ich  nachträglich  von  kundiger  Seite  belehrt
wurde  für  meine  Aufgabe  von  zweifelhaftem  Erfolge,  jedenfalls
mehr  Zeit  erfordert  hätte,  als  ich  zu  verwenden  hatte,  so  dass
ich  wohl  besser  that,  der  lockenden  Einladung  des  Herrn  Besitzers ­
  Dworzak  zu  widerstehen.  Sollte  sich  bei  Ordnung  des
Archives  ein  Weisthum  finden,  so  ist  von  der  Gefälligkeit  des
Herrn  Besitzers  die  Einsendung  ohne  Zweifel  zu  erwarten.  In
Neumarkt  (Hausruck)  fand  ich  von  dem  alten  Ehaft  nur
mehr  7  beschriebene  Blätter  aus  der  Wende  des  15.  u.  16.  Jahrh.
in  der  Gemeindelade,  die  mir  vom  Herrn  Bürgermeister  Wurm
bereitwillig  geöffnet  wurde.  Der  Anfang  ist  verloren  und  auch
gegen  die  Vorgefundene  Ordnung  der  Blätter  hege  ich  Zweifel.
Damit  war  aber  mein  Finderglück  vorläufig  für  einige
Zeit  zu  Ende.  Denn  in  sämmtlichen  Orten,  die  ich  nun  besuchte: ­
  Riedau,  Raab,  Schärding,  Kloster  Reichersberg,
  Obernberg,  Aurolzmünster,  Ried,  Altheim,
Braunau,  Schloss  Hagenau,  Mauerkirchen,  Uttendorf,
  Mattighofen  und  Friedburg,  blieben  meine
Nachforschungen  erfolglos.  Zum  Theil  erklärt  sich  dies
durch  Feuersbrünste,  die  mehrere  dieser  Orte  um  ihre  Urkunden ­
  brachte,  so  auch  Reichersberg,  dessen  Archivreste  der
fleissige  Bibliothekar  und  Archivar  des  Klosters,  Herr  Conrad
Meindl  eben  mit  grösster  Sorgfalt  ordnet.  Dass  bei  dem  Gotteshause ­
  Taidinge  abgehalten  wurden,  also  auch  Aufzeichnungen
            
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