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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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L  ambel.

Marktlade  gezeigt  hatte,  das  Ehafttaiding  in  einer  Papierhs.
in  Kl.  4°,  die  ich  aus  einem  Päckchen  von  Schriften  herauszog, ­
  das  einer  Bemerkung  auf  dem  Umschläge  zufolge  ,nichts
wichtiges'  enthalten  sollte  und  daher  unbeachtet  zu  unterst  lag.
Die  Hs.  enthält  ausserdem  einige  Copien  von  Urkunden  und
einen  Bäckersatz.  Nach  vergeblichen  Nachforschungen  in  Pregarten
  wendete  ich  mich  nach  Gr  a  1  n  e  u  k  i  r  c  h  e  u,  wo  ich
wider  Erwarten  des  Herrn  Bürgermeisters  Dr.  Pokorny  und,
wie  es  schien,  auch  nicht  eben  zu  seiner  Freude,  die  von
Heinrich  Grafen  von  Starhemberg  den  12.  März  1756  erneuerten
,Datingsp  uncten'  fand.  Damit  glaubte  ich  vorläufig  meine  Nachforschungen ­
  im  Mühlviertel  abschliessen  zu  sollen,  um  sie  nun
auch  auf  die  rechts  von  der  Donau  liegenden  Gebiete  Ober-Oesterreichs
  auszudehnen.
Nach  Linz  zurückgekehrt,  erbat  ich  mir  zunächst  die  Erlaubnis ­
  zur  Fortsetzung  meiner  vor  drei  Jahren  begonnenen,
aber  unvollendet  gebliebenen  Forschungen  im  Archiv  der  k.  k.
Statthalterei.  Sie  wurde  mir  ohne  Schwierigkeit  ertheilt;  da
ich  aber  wegen  Abwesenheit  des  Vorstandes  desselben  und
Mangels  eines  Kataloges  augenblicklich  davon  keinen  Gebrauch
machen  konnte,  machte  ich  mich,  nach  einem  erfolglosen  Ausflug ­
  in  das  von  Krieg  und  Bränden  hart  mitgenommene  Ebelsberg, ­
  ohne  Zeit  zu  verlieren,  auf  die  weitere  Reise.
Mein  nächstes  Ziel  war  diesmal  das  Fürstl.  Starhembergische
Archiv  zu  Eferding,  von  dem  ich  wusste,  dass  darin  sämmtliche
  andere  Starhembergische  Archive  nunmehr  vereinigt  sind,
und  dass  es  bis  auf  einen  kleineren  Theil,  der,  wie  ich  jetzt
wohl  vermuthen  darf,  für  meine  Aufgabe  schwerlich  ergiebig
gewesen  wäre,  völlig  geordnet  ist.  Nicht  geringer  und  minder  erfreulich ­
  als  dieses  Verdienst  des  gegenwärtigen  Besitzers,  Sr.  Durchlaucht ­
  des  Fürsten  Camillo  von  Starhemberg,  war  die  ausgezeichnet ­
  freundliche  Aufnahme  und  die  rühmenswerthe  Gefälligkeit,
womit  er  mir  zunächst  die  Cataloge  zur  Einsicht  gab  und  dann
unverdrossen,  ja  eher  freundlich  ermunternd  alles,  was  ich  mir
irgend  als  beachtenswerth  daraus  notirt  hatte,  aushob  und  zu
näherer  Prüfung  übergab.  Das  Resultat  zeigte,  dass  die  Erwartung, ­
  mit  der  ich  an  die  Benutzung  dieses  Archives  ging,
nicht  zu  hoch  gespannt  war:  es  bot  mir  Taidinge  von  Breitenbruck, ­
  Helmansöd,  Kurzen  Zwettl,  Mühlgraben

I
            
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