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L a m b e 1.
Einen älteren Katalog- über das Archiv aber, den ich sah, Hess
er mich bereitwilligst in seiner Wohnung durchsehen. Darin
fand ich unter Kasten 2, Fach 41, Stück 1 (6, 7) ein ,Panthadung-
von Markt dank, unter K. 2, F. 72—77, St. 1 '/ 2 , ein
,Panthadung für die H. Clam. Unterthanen', und unter K. 2,
F. 72—77, St. 2, ein ,Panthadung für die Aussernsteinischen 1
(der Aussernstein ist jetzt ein Meierhof) verzeichnet. Hoffentlich
ist die Ordnung im Gräfl. Archiv seitdem nicht verändert
worden, und die bezeichneten Stücke auffindbar. Auch die
Orte Struden, St. Nicola und Sarmingstein wollte ich
von Grein aus nicht unberührt lassen, wiewohl die Taidinge
der letzteren schon im Notizenblatt gedruckt sind, es fand sich
aber keine weitere Aufzeichnung davon. Von Grein wandte
ich mich nordwärts nach Pabneukirchen und Minichdorf:
an beiden Orten war mein Suchen vergeblich. Im Markte
Königswiesen traf ich, Abends spät ankommend, den Bürgermeister
im Posthause, wo ich übernachtete, bereits zur Abreise
gerüstet, und der Marktvorstand, an den jener mich wies, Waides
andern Tags gleichfalls abwesend. So musste ich von hier
vorläufig unverrichteter Dinge weiterziehen; später fragte ich
brieflich mit genauer Beschreibung der gesuchten Urkunden
bei dem Bürgermeister Herrn Chirurgen Anton Reiter an, der
mir nach dem Gespräch bei unserer früheren Begegnung Sinn
und Verständniss für dergleichen Forschungen zu haben
schien; bis zur Stunde aber habe ich keine Antwort erhalten.
Mein nächstes Ziel war Weissenbach, der alte Sitz eines
Pfleggerichtes, wo ich mir sichere Ausbeute versprach. Aber
weder in der Marktlade, noch beim Bezirksgerichte und Steueramte,
deren Archivalien unter freundlicher Theilnahme der
Herren Vorstände durchsucht wurden, war etwas zu finden.
In den oberösterreichischen Bezirksgerichten ist überhaupt wenig
Hoffnung, solche Denkmäler zu finden; wie ich schon im Greiner
Bezirksgerichte erfuhr, wurden infolge einer Weisung der k. k.
Statthalterei die älteren Urkunden, die nicht etwa für die laufenden
Geschäfte nothwcndig waren, gleich bei Gründung der
Bezirksgerichte nach Linz geschickt. In Weissenbach mögen
auch Brände manches, was einst vorhanden war, vernichtet
haben; auch das Pfarrarchiv, um das ich mich beim Herrn
Pfarrer erkundigte, enthält nach dessen Versicherung keine der-