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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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Goldzilier.

mehrere  Werke  des  Ibn-us-Sikkit,  Ihn  Ginni,  Ihn  Chälaweihi,
%
Ihn  Durustwaihi  u.  a.  m.,  wie  aucli  eine  ganze  Masse  von  JU
zu  nennen  brauche.
Ein  anderes  Verdienst,  das  sicli  Sujütr  in  der  Lexicologie
vindicirt,  ist,  dass  er  es  war,  der  das  sogenannte  ,Dictiren  der
luga‘>,  nachdem  es  fast  seit  einem  halben  Jahrtausend  vernachlässigt ­
  wurde,  wieder  aufnahm.  ,Das  höchste  Amt/  sagt  er 2 ,
,das  der  !iiU>  des  Wortschatzes  bekleiden  kann,  ist  das  «Ahx  I.
sowie  dieses  Amt  bei  den  laiL=»-en  der  Traditionswissenschaften
die  allerhöchste  Rangstufe  ist.  Die  k*JJI  JaLüs.  älterer  Zeit
dictirten  in  der  That  sehr  viel;  so  dictirte  Talab  zahlreiche
Collegia,  die  einen  starken  Band  ausmachen,  desgleichen  Ibn
Duraid,  von  dem  ich  einen  Band  Collegiendictate  sah.  Abu
Muhammed  ul-Käsim  ul  Anbäri  und  sein  Sohn  Abu  Bekr
dictirten  so  viel,  dass  man’s  kaum  zählen  kann,  Abu  All  ul
Kali  dictirte  fünf  Bände  n.  a.  m.  Ihre  Art  im  Dictiren  ist
derjenigen,  die  unter  den  Traditionslehrern  gebräuchlich  ist,
ganz  gleich.  Der  Hörer  schreibt  auf  die  Spitze  des
/
Papierblattes:  ,Collegium  dictirt  von  unserem  Seich  K.  N.
in  der  Akademie  N.  an  diesem  und  diesem  Tage/  wo  die
Datumsangabe  folgt.  Der  Vortragende  erwähnt  dann  mit  verbürgter ­
  Traditionskette  etwas  von  dem,  was  die  alten  Araber
und  die  Wohlredenden  gesagt,  worin  irgend  etwas  Aulfallendes
  und  der  Interpretation  Bedürftiges  enthalten  ist/  Dies
erklärt  er,  indem  er  dazu  Stellen  aus  den  alten  Dichtern  und
merkwürdige  Curiosa  (Hi)  anführt;  jene  müssen  mit  guter
Verbürgung  versehen  sein,  bei  letzteren  ist  diese  gleichgültiger.
Diese  Art  des  Vortrages  war  in  der  früheren  Zeit  weit  verbreitet, ­
  dann  starben  die  aus  und  mit  ihnen  hörte  das
,Dictiren  der  Sprache'  für  längere  Zeit  auf.  Das  Dictiren  der
Tradition  dauerte  länger  fort.  Als  ich  im  Jahre  872  dieses
Geschäft  begann,  lag  es  eben  erst  seit  20  Jahren  vernachlässigt,

1  Vgl.  de  Saey,  Anthologie  grammaticale  arabe,  p.  137  (trad.).  Wir  sehen,
dass  der  i-Safeite  Snjuti  den  Ausdruck  //x  1  und  nicht  gebraucht.
2  Muzhir  a.  a.  0.
            
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