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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Yuen-fung,  König  von  Kue,  war  redlich  und  gerecht.
Er  raffte  sich  auf  und  ging  selbst  hin,  um  es  zu  fangen.  Es
war  mit  einem  einzigen  Pfeile  niedergestreckt.  Tai-tsung  belobte ­
  des  Königs  Kraft.  Er  Hess  durch  Li-pen  dessen  gesattelte
Pferde,  die  Knechte  und  das  Gefolge  nach  dem  Leben  zeichnen.
Alles  erschrack  und  war  über  die  Fähigkeit  des  Malers  betroffen.
Als  Tai-tsung  die  Hauptstadt  des  Königs  von  dem  Geschlechte
  Yuen  besuchte,  Hess  er  auf  dem  Teiche  die  Wasservögel ­
  kämpfen.  Er  berief  Li-pen  und  Hess  achtzehn  lernende
Männer,  die  verdienstvollen  Diener  des  Söllers  des  kalten
Rauches  und  andere  noch  lebende  Menschen  abbilden.  Er
verherrlichte  auch  die  frühere  Zeit  und  das  Alterthum.

1ÖE  dja  Wei-wu-tien  von  Thang  stammte  aus  dem
Kreise  der  Mutterstadt.  An  dem  Hofe  Yuen-tsung’s  besass  er
wegen  des  Malens  berühmter  Pferde  und  ungewöhnlicher  Thiere
ausschliesslich  einen  Namen.  Um  die  Zeit  rühmte  man,  dass
unter  den  Vierfüsslern  des  Mannes  von  dem  Geschlechte  Wei
alles  ohne  Ausnahme  wundervoll  sei.  Unter  den  von  ihm  gemalten ­
  Dingen  waren  die  von  den  auswärtigen  Reichen  zum
Geschenk  gemachten  Löwen  den  wirklichen  vollkommen  ähnlich. ­
  Später  wurden  die  Löwen  losgelassen  und  kehrten  in
ihre  Heimat  zurück.  Bios  die  gemalten  befanden  sich  auf  den
Bildern,  und  man  betrachtete  sie  um  die  Zeit.  Die  hundert
vierfüssigen  Thiere,  die  diese  Bilder  sahen,  empfanden  Furcht.
Ferner  schoss  Yuen-tsung  mit  Pfeilen  und  jagte.  Er  traf
mit  einem  einzigen  Pfeile  zwei  Wildschweine.  Er  befahl  in
einer  höchsten  Verkündung,  dieses  an  dem  nördlichen  Thore
des  ursprünglichen  Kriegsmuthes  abzubilden  und  den  lebenden
Menschen  zu  überliefern.  Es  war  die  Gipfelung  des  Wundervollen. ­


pj|]  |5^  Tschin-hung  von  Thang  stammte  aus  Kuei-ki.
Da  er  im  Stande  war,  nach  dem  Leben  zu  malen,  empfahl
ihn  sein  eigener  Weg.  In  dem  Zeiträume  Khai-yuen  (713  bis
741  n.  Chr.)  berufen,  trat  er  ein  und  reichte  die  Gegenstände
dar.  So  oft  ihm  aufgetragen  wurde,  nach  dem  Leben  zu  zeichnen,
war  das  kaiserliche  Antlitz  über  alles  wundervoll.  Damals
            
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