Kunstfertigkeiten und Künste der alten Chinesen.
197
Ejjjl ij|| Tscliang-tsao von Thang führte den Jünglingsnamen
M % Wen-thung. Er malte überaus kunstvoll
Bäume, Felsen, Berge und Flüsse. ^ |p. Pl-hung hatte
in dem Zeitalter ausschliesslich einen Namen besessen. Derselbe
sah einmal jene Gemälde. Er erschrack, seufzte und staunte
über sie. Tsao bediente sich blos eines kahlen Pinsels. Beim
Vollenden zeichnete er mit der Pland auf den weissen Stoff
des Taffets. Jener fragte Tsao, was ihm übergeben worden.
Tsao sprach: Aeusserlich sind es die bewerkstelligten Verwandlungen.
In der Mitte erlangte ich die Quelle des Herzens. —
Pt-hung lud hierauf die Pinsel auf den Wagen.
jfjjjj 1 Li-tschan von Thang malte vortrefflich das
Wundeiwolle der Pferde von Fan, der Beiter, Bogenschützen,
Schwäne, Rinderhirten, Flüsse und Hochebenen. Die Werke
seines Pinsels haben hinsichtlich Luft und Herrichtung in
der Gegenwart und in dem Alterthum nicht ihres Gleichen.
^ Li-tschung-ho war im Stande, dessen schöne
Kunst fortzusetzen, aber in Kraft des Pinsels erreichte er
ihn nicht.
z s m Tschang-yi-tschi aus der Zeit des Hofes der
Himmelskaiserin 1 machte an dem Hofe die folgende Eingabe:
Wenn man die Maler der Welt herbeiriefe, die Gemälde der
Rüstkammern des Inneren ordnete, dann jeden Künstler das
aufschlagen Hesse, worin er ein Meister ist, so würde der scharfe
Gedanke abgebildet, man hätte die alte Ausstattung, und es
wäre nicht die geringste Abweichung. — Unter den echten
Bildern lassen sich viele auf Yl-tschi zurückführen.
7C i£ £ U-tao-yuen aus den Zeiten des Hofes von
Thang schritt in dem Alterthum und in der Gegenwart allein
einher. Vor sich sah er nicht die Männer der Geschlechter
Ku und Lö. Nach ihm kam Niemand. Er übergab die Vorschriften
des Pinsels Tschang-hö -. Dieser wusste jetzt, dass
1 Die Kaiserin Wu von Thang.
2 Tschang-hö ist oben (S. 194) erwähnt worden.