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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

Kunstfertigkeiten  und  Künste  der  alten  Chinesen.

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Ejjjl  ij||  Tscliang-tsao  von  Thang  führte  den  Jünglingsnamen ­
  M  %  Wen-thung.  Er  malte  überaus  kunstvoll
Bäume,  Felsen,  Berge  und  Flüsse.  ^  |p.  Pl-hung  hatte
in  dem  Zeitalter  ausschliesslich  einen  Namen  besessen.  Derselbe ­
  sah  einmal  jene  Gemälde.  Er  erschrack,  seufzte  und  staunte
über  sie.  Tsao  bediente  sich  blos  eines  kahlen  Pinsels.  Beim
Vollenden  zeichnete  er  mit  der  Pland  auf  den  weissen  Stoff
des  Taffets.  Jener  fragte  Tsao,  was  ihm  übergeben  worden.
Tsao  sprach:  Aeusserlich  sind  es  die  bewerkstelligten  Verwandlungen. ­
  In  der  Mitte  erlangte  ich  die  Quelle  des  Herzens.  —
Pt-hung  lud  hierauf  die  Pinsel  auf  den  Wagen.
jfjjjj 1  Li-tschan  von  Thang  malte  vortrefflich  das
Wundeiwolle  der  Pferde  von  Fan,  der  Beiter,  Bogenschützen,
Schwäne,  Rinderhirten,  Flüsse  und  Hochebenen.  Die  Werke
seines  Pinsels  haben  hinsichtlich  Luft  und  Herrichtung  in
der  Gegenwart  und  in  dem  Alterthum  nicht  ihres  Gleichen.
^  Li-tschung-ho  war  im  Stande,  dessen  schöne
Kunst  fortzusetzen,  aber  in  Kraft  des  Pinsels  erreichte  er
ihn  nicht.

z  s  m  Tschang-yi-tschi  aus  der  Zeit  des  Hofes  der
Himmelskaiserin  1  machte  an  dem  Hofe  die  folgende  Eingabe:
Wenn  man  die  Maler  der  Welt  herbeiriefe,  die  Gemälde  der
Rüstkammern  des  Inneren  ordnete,  dann  jeden  Künstler  das
aufschlagen  Hesse,  worin  er  ein  Meister  ist,  so  würde  der  scharfe
Gedanke  abgebildet,  man  hätte  die  alte  Ausstattung,  und  es
wäre  nicht  die  geringste  Abweichung.  —  Unter  den  echten
Bildern  lassen  sich  viele  auf  Yl-tschi  zurückführen.

7C  i£  £  U-tao-yuen  aus  den  Zeiten  des  Hofes  von
Thang  schritt  in  dem  Alterthum  und  in  der  Gegenwart  allein
einher.  Vor  sich  sah  er  nicht  die  Männer  der  Geschlechter
Ku  und  Lö.  Nach  ihm  kam  Niemand.  Er  übergab  die  Vorschriften ­
  des  Pinsels  Tschang-hö  -.  Dieser  wusste  jetzt,  dass
1  Die  Kaiserin  Wu  von  Thang.
2  Tschang-hö  ist  oben  (S.  194)  erwähnt  worden.
            
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