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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

Kunstfertigkeiten  und  Künste  der  alten  Chinesen.

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über.  Dann  malte  er  die  Erdstufe  des  Schattens  Buddha’s  in
dem  Kloster  von  Yung-nie.  Beide  Werke  wurden  als  überaus
wundervoll  gepriesen.

Sie-he 1  und  ]||r  Yao-tsui  von  dem  südlichen  Tsi
sagten,  bei  dem  Tüpfeln,  Putzen  und  geistigen  Schleifen  sei
der  Gedanke  auf  durchgängige  Aehnlichkeit  gerichtet.  Wenn
man  Bildnisse  zeichnet,  brauche  man  die  Menschen  nicht  gegenüber ­
  zu  sehen.  Nothwendig  sei,  dass  man  sie  einmal  anblickt.
Man  kehre  sofort  heim  und  erfasse  den  Pinsel.  Man  denke
sich  vor  den  Augen  Haarspitzen  und  Haupthaar,  nichts  werde
zurückgelassen  und  versäumt.  Die  zierliche  Kleidung  und  der
Putz  verändern  sich  und  wechseln  mit  der  Zeit.  Die  Augenbrauen ­
  und  der  gekrümmte  Haarschopf  wetteifern  mit  den
Geschlechtsaltern  in  Neuheit.  Die  besondere  Verkörperung  des
Dünnen  und  Unscheinbaren  nahm  in  vielen  Fällen  von  He
seinen  Anfang.  Hierauf  sandte  man  ihn  aus  und  setzte  ihn  in
die  Gässchen.  Er  verfolgte  die  Spitzen  immer  auf  ähnliche
Weise.  Er  ahmte  das  Brauenrunzeln  bis  zu  dem  Einklang  der
Luft  nach.  Sein  Geistiges  und  Reingeistiges  waren  unerschöpflich.
Bei  dem  Anbringen  des  Lebens  und  der  Bewegung  war  der
Weg  seines  Pinsels  fein  und  schwach.  Er  tlieilte  nicht  das
Innige  des  zierlichen  Anbringens.  Nach  dem  Zeiträume  Tschunghing
  (501  bis  502  n.  Chr.)  malte  er  Menschen  und  Pferde.
Hinsichtlich  des  Ansehens  steht  er  unter  ijü  '{%  Tschin-piao' 2
und  über  Mao-hoei-yuen.

Lieu-thien  von  dem  nördlichen  Tsi  führte  den  Jünglingsnamen ­
  &  ±  Ssse-wen  und  stammte  aus  Peng-tsching.  In
seiner  Jugend  war  er  scharfsinnig,  einsichtsvoll,  besass  viele
Begabung  und  Sinn  für  schöne  Kunst.  Er  verlegte  sich  auf
die  Schrift  und  malte  weibliche  Obrigkeiten.  In  seinem  Zeitalter ­
  war  er  der  Erste.  Der  Mann  von  dem  Geschlechte  Sie
sagte,  dessen  Aufmerksamkeit  sei  anhaltend  und  stetig  gewesen,
das  Wesen  seiner  Gemälde  von  kurzer  Fassung  und  dünn,

1  Sie-he  ist  oben  (S.  179)  erwähnt  worden.
2  Tschin-piao  wird  in  diesen  Nachrichten  nicht  erwähnt.
            
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