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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

Kunstfertigkeiten  und  Künste  der  alten  Chinesen.

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so  ist  der  Name  dieses  Mannes  kein  leerer.  Er  gehört  zu  den
Malern  ersten  Ranges.

Ku-I-tschi  von  Tsin  führte  den  Jünglingsnamen
Tschang-khang.  Derselbe  malte  einst  in  der  nördlichen  Vorhalle ­
  des  Klosters  des  Palastes  der  Dachziegel  einen  jUj  J|j|
Wei-mo-ke.  Als  das  Gemälde  vollendet  war,  leuchtete  es  täglich ­
  über  einen  Monat.
Die  Geschichte  der  Klöster  der  Mutterstadt  sagt,  in  dem
Zeiträume  Hing-ning  (363  bis  365  n.  Chr.)  habe  man  in  das
Kloster  des  Palastes  der  Dachziegel  zum  ersten  Male  Bonzen
gelegt.  Man  bewerkstelligte  eine  Zusammenkunft  und  bat
die  weisen  Männer  des  Hofes,  die  Geldstücke  des  &  m
Sä-tschü  (buddhistischen  Klosters)  klingen  zu  lassen.  Um  die
Zeit  war  unter  den  vorzüglichen  Männern  und  Grossen  des
Reiches  keiner,  der  mehr  als  zehnmal  zehntausend  Stücke
Geldes  besass.  Als  Tschang-khang  angekommen  war,  warf  er
gerade  hundertmal  zehntausend  Geldstücke  des  Sä-tschü  aus.
Tschang-khang  war  ganz  arm,  und  man  hielt  es  für  Prahlerei.
Später  baten  „ihn  die  Bonzen,  dass  er  sich  mit  dem  Malen
befasse.  Tschang-khang  sagte:  Man  soll  mir  eine  Wand  in
Bei’eitschaft  halten.  Hierauf  verschloss  er  die  Thüre  und  ging
über  einen  Monat  täglich  hin  und  wieder.  Als  das  Kunstwerk
eines  von  ihm  gemalten  Wei-ma-ke  fertig  war,  wollte  er  die
Augäpfel  mit  Punkten  versehen.  Er  sagte  jetzt  zu  den  Bonzen
des  Klosters:  Den  ersten  Tag  wurde  eine  Spende  von  zehnmal
zehntausend  Stücken  erbeten.  Den  zweiten  Tag  mochten  es
fünfmal  zehntausend  sein.  Den  dritten  Tag  kann  man  seines
Gleichen  beauftragen  und  die  Spende  fordern.  —  Als  man  die
Thüre  öffnete,  erleuchtete  der  Glanz  das  ganze  Kloster.  Den
Spendern  war  die  Kohle  verschlossen.  Unverhofft  erlangte
man  hundertmal  zehntausend  Stücke  Geldes.
I-tschi  sagte  einst,  Menschen  malen  sei  das  Schwerste.
Hierauf  folgen  Berge  und  Flüsse.  Diesen  zunächst  kommen
Hunde  und  Pferde.  Erdstufen  und  Söller  seien  sicher  nur  eine
Geschicklichkeit,  sie  seien  nach  Maassgabe  leicht.  Dieses  Wort
trifft  die  Sache.  Dämonen,  Geister  und  Menschen,  die  leben
und  sich  bewegen,  kann  Gestalt  gegeben  werden.  Man  wartet
            
Waiting...

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