Kunstfertigkeiten und Künste der alten Chinesen.
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breitet man den Farbenschmuck. Die fünfte heisst: Durch
Aufbauen und Einrichten wird die Rangstufe gesetzt. Die
sechste heisst: Das Muster anlegen und abzeichnen. Seit dem
Alterthum waren die Maler selten fähig, dieses nebenbei zu wissen.
Die Erörterungen des Versuches sagen: Unter den Malern
des Alterthums gab es Einige, welche die Aehnlichkeit
der Gestalt hintansetzten und die Luft der Knochen schätzten.
Durch etwas, das ausserhalb der Aehnlichkeit der Gestalt,
trachteten sie zu malen. Hierüber kann man schwer mit den
gewöhnlichen Menschen reden. Die jetzigen Maler lassen es
geschehen, dass sie die Aehnlichkeit der Gestalt erlangen, aber
der Einklang der Luft wird nicht hervorgebracht. Trachtet
man, nach dem Einklang der Luft zu malen, so ist die Aehnlichkeit
der Gestalt von selbst dazwischen enthalten.
Die Gemälde des höheren Alterthums waren gekürzt und
ihr Gedanke ruhig. Der Gedanke war ruhig und die Zierlichkeit
richtig. Dieses ist der Lauf der Männer der Geschlechter
Ku und Lö. Die Gemälde des mittleren Alterthums waren fein,
verschlossen und geistig. Durch Ausbessern gelangten sie zu
Zierlichkeit. Dieses ist der Lauf der Männer der Geschlechter
Tschen und Tsching. Die Gemälde der nahen Zeitalter sind
hellglänzend und zeigen ein Streben nach Vollendung. Die
Gemälde der jetzigen Menschen sind unordentlich und ohne
tiefen Sinn. Dieses ist die Spur sämmtlicher Künstler.
Bei der Abbildung der Dinge handelt es sich gewiss um
die Aehnlichkeit der Gestalt. Bei der Aehnlichkeit der Gestalt
muss man die Luft der Knochen unversehrt erhalten. Die Luft
der Knochen und die Aehnlichkeit der Gestalt haben ihren
Grund in der Hinstellung des Gedankens und kehren zurück
zu der Führung des Pinsels. Desswegen sind künstliche Gemälde
häufig künstliche Schriften. Somit sind bei den Frauen
des Alterthums die Arme schmächtig und die Knochen stachelich.
Bei den Pferden des Alterthums ist die Schnauze spitzig
und der Bauch dünn. Die Erdstufen und Söller des Alterthums
waren hoch und bergartig. Die Kleider und der Schmuck des
Alterthums waren voll und reichlich. Desswegen bieten die
alten Gemälde nicht allein durch das veränderliche Aussehen
Wunderbares und Merkwürdiges. Es ist vielmehr auch die
Verschiedenheit der Gestalt der Dinge.