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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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Kunstfertigkeiten  und  Künste  der  alten  Chinesen.

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zu  ihr:  Oeffne  dein  Kästchen  und  zeige  deine  Gestalt.  —  Die
Seeschnecke  streckte  sogleich  das  Haupt  hervor.  Puan  bildete
sie  mit  dem  Fusse  ab.
Die  Verzeichnisse  berühmter  Gemälde  des  Alterthums
und  der  Gegenwart  sagen:
In  Tsin  war  ®|jt  Sse-tao-tschö.  Derselbe  malte
das  Bild  des  zehnten  Monates  der  Feldhäuser.  Es  wurde  von
dem  Zeitalter  für  kostbar  gehalten.
Die  von  Sün-tschang-tschi  verfassten  Erzählungen  von
Malerei  sagen:
Je  0lj  Lieu-feu  verfertigte  zu  den  Zeiten  des  Kaisers
Ling  von  Han  das  Bild  der  Milchstrasse.  Die  Menschen  sahen
es  und  empfanden  von  selbst  Wärme.  Er  malte  wieder  das
Bild  des  Nordwindes.  Diejenigen,  denen  warm  war,  empfanden ­
  wieder  Kälte.
Die  Einleitung  zu  der  von  Tschin-sse-wang  von  Wei  verfassten ­
  Lobpreisung  der  Malerkunst  sagt:
Das  Malen  ist  der  Lauf  der  Vogelschrift'.  Einst  war
Ming-te,  die  Königin  von  dem  Geschlechte  Ma,  schön  von  Angesicht ­
  und  gross  von  Tugend.  Der  Kaiser  befolgte  ihren
Rath  und  belobte  sie.  Sie  besichtigte  einst  mit  ihm  Gemälde.
Man  kam  zu  dem  Bilde  Schün’s  von  Yii  und  sah  Ngo  -  hoang
und  Niii-ying.  2  Der  Kaiser  zeigte  auf  diese  mit  dem  Finger,
und  sagte  im  Scherze  zu  der  Königin:  Es  thut  mir  leid,  dass
ich  kein  solches  Weib  gefunden  und  sie  zur  Königin  gemacht
habe.  —  Man  hatte  auch  früher  das  Bild  Yao’s  von  Thang
gesehen.  Die  Königin  zeigte  mit  dem  Finger  auf  Yao  und
sprach:  Leider!  Den  Dienern  und  hundert  Gefährten  thut  es
leid,  dass  sie  keinen  solchen  Gebieter  auf  den  Häuptern  tragen
können.  —  Der  Kaiser  bückte  zurück  und  seufzte.

Die  Einleitung  zu  dem  bilderlosen  Gedichte  Tsin-tschuenhien’s

  auf  die  Bildnisse  sagt:
Früher  war  Jemand,  der  das  Bild  Pien-lio’s  malte.
Derselbe  hielt  dafür,  dass  Tsang-wen-tschung  die  Weisheit  Lieu-1

  Die  Yogelschrift,  eine  gewisse  Sehriftgattang,  über  welche  nichts  Näheres
angegeben  wird.

2  Ngo-hoang  und  Niii-ying  waren  die  Töchter  des  Kaisers  Yao  und  die
Gemahlinnen  des  Kaisers  Scliiiu.
Sitzb.  d.  pkil.-liist.  CI.  LXIX.  Bd.  II.  Hft.

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