Kunstfertigkeiten und Künste der alten Chinesen.
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statt finden sollte, ging der Kaiser des Anfangs dreissig Weglängen
weit in die See, und sah den Gott von Angesicht. In
dem Gefolge war ein kunstfertiger Mann, der das Bild des
Gottes heimlich mit dem Fusse zeichnete. Der Gott zürnte
über diese Wortbrüchigkeit des Kaisers. Er hiess den Kaiser
schnell sich entfernen. Der Kaiser des Anfangs liess die Pferde
wenden. Vorher stand er noch immer auf den Füssen. Später
brachen seine Füsse zusammen, und es war ihm kaum möglich,
das Ufer zu ersteigen. Der Zeichner ertrank.
Die Geschichte des fortgesetzten Wunderbaren der Denkwürdigkeiten
1 sagt:
Kaiser Ming von Wei lustwandelte an dem Flusse Lö.
In dem Wasser befanden sich weisse Fischottern. Dieselben
waren schön, rein und lieblich. Wenn sie einen Menschen erblickten,
verschwanden sie sogleich. Der Kaiser tändelte deshalb
mit ihnen, aber konnte sie durchaus nicht erlangen. Der
aufwartende Diener j_|j j^r King-schan sprach: Ich habe gehört,
dass die Fischotter gerne Kugelfische verzehrt. Sie geht
dann dem Tode nicht aus dem Wege. Man kann ihr hiermit
auflauern. — Er malte jetzt auf ein Bret zwei lebendige Kugelfische
und hängte sie all dem Ufer auf. Die Fischottern liefen
wetteifernd hinzu und wurden dann zu gleicher Zeit gefangen.
Der Kaiser belobte ihn und sagte zu ihm: Ich habe nicht
gehört, dass du die Malerkunst verstehst. Wie kommt es, dass
du hierin so wundervoll bist? — Jener antwortete: Ich habe
auch noch niemals den Pinsel ergriffen. Was der Mensch unternimmt,
kann er so ziemlich thun. — Der Kaiser sprach: Dieses
ist eine gute Anwendung dessen, worin man Meister ist.
Die vermischte Geschichte der westlichen Mutterstadt sagt:
Da in dem rückwärts gelegenen Palaste des Kaisers Yuen
viele Bewohnerinnen waren, kam er gewöhnlich nicht dazu,
sie zu sehen. Er liess daher einen Maler deren Bildnisse
malen und beglückte sie je nach ihrer Gestalt. Die Bewohnerinnen
des Palastes bestachen den Maler mit Beträgen bis zu zehnmal
zehntausend Stücken Geldes. m SS I Wang-tschao-kiün
1 Das hier gesetzte =g 7j^- Tsi-Mai ist der Titel eines von Tschuang-tse
erwähnten alten Buches und stellt für )|'^ Tschi-kuai, Wunderbares
der Denkwürdigkeiten.