Kunstfertigkeiten und Künste der alten Chinesen.
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£ ü * Ku-I-tschi war überaus bewandert im Mennigrothen
und Grünen. Sie-ngan schätzte ihn sehr hoch.
Er sagte, seit £ M Thsang-seng habe es dergleichen noch
nicht gegeben. AVenn I-tschi Menschen gemalt hatte, betüpfelte
er durch mehrere Jahre nicht deren Augäpfel. Man fragte ihn
um die Ursache. Er antwortete: Bei den vier Gliedmassen
sind Verstand und Blödsinn eigentlich nicht vorhanden. Verschliesst
man sie an einem wundervollen Orte, überliefert den
Geist, zeichnet die Erleuchtung, so befinden sie sich gerade
in diesen Dingen.
Er fand einst Gefallen an einem Mädchen der Nachbarschaft.
Er regte sie an, sie aber folgte ihm nicht. Er zeichnete
jetzt ihr Bild an die AVand und nagelte ihr Herz mit Dornen
und Nadeln an. Das Mädchen beklagte sich hierauf über Herzschmerzen.
Er betheuerte deshalb seine Neigung, und das
Mädchen folgte ihm. Hierauf entfernte er heimlich die Nadeln,
und sie war hergestellt.
Er schätzte immer das Gedicht der vier AVorte von Hikhang
1 ) und verfertigte für dasselbe Zeichnungen. Er pflegte
zu sagen: Mit der Hand die fünf Saiten eines Musikwerkzeuges
rühren, ist leicht. Mit dem Auge die heimziehenden AVildgänse
begleiten, ist schwer. — AVenn er Menschen abbildete, überragte
das AVundervolle die Werke seiner Zeit. Er entwarf einst das
Bild Jj? Pei-khai’s und brachte auf der Wange desselben
drei Haare an. Diejenigen, die es sahen, bemerkten, dass das
Geistige und Erleuchtete ganz vorzüglich überwog. Er verfertigte
ferner das Bildniss |ftj| |J|j- Sic-kuen’s und stellte diesen
von Felsenwänden umschlossen dar. Er sagte, dieser Mann
solle in den Wasserrinnen der Erdhügel sichtbar gemacht
werden. Er wollte m # wt Yin-tschung-kan abbilden.
Dieser hatte Augenschmerzen und weigerte sich beharrlich.
I-tschi sprach: Das Sammelhaus des Lichtes ist eben nur das
Auge. Wenn ich mit Licht die Augäpfel tüpfele, verwischt sie
das fliegende Weiss. Bewirke ich, dass es gleich lichten AVolken,
die den Mond verdecken, wie sollte dieses nicht schön sein?
Ku-I-tschi hinterlegte einst eine an der Vorderseite mit
Pappe gesiegelte Kiste Gemälde an dem Wohnsitze Hoan-yuen’s.
*) Hi-khang ist früher (S. 148) vorgekommen.