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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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Pfizraaier.

Jahren  ein  Blatt  zu  Stande  brächten,  so  wären  der  Dinge,
welche  Blätter  besitzen,  wenige.  Deswegen  verlassen  sich
höchstweise  Menschen  auf  den  Weg  und  die  Verwandlungen,
sie  verlassen  sich  aber  nicht  auf  Kenntniss  und  Kunstfertigkeit.

¥  C  #  Khao-tsching-tse  lernte  die  Zauberkunst  bei
bei  dem  Frühgebornen  Yün-wen.  Dieser  sagte  ihm
durch  drei  Jahre  nichts.  Khao-tsching-tse  bat  wegen  seiner
Vergehen  und  verlangte,  dass  er  zurücktreten  dürfe.  Der  Frühgeborne
  Yün-wen  sprach:  Einst  wandelte  *  *  Lao  -  than
umher  im  Westen.  Er  blickte  auf  mich  zurück  und  sagte  mir:
Die  Luft  des  mit  Leben  Begabten,  das  Aussehen  des  mit  Gestalt
Begabten  ist  lauter  Zauberei.  Dasjenige,  wodurch  die  Bewerkstelligung
  der  Verwandlungen  ihren  Anfang  nimmt,  wodurch  das
Yin  und  Yang  sich  verändert,  nennt  man  das  Leben,  nennt
man  den  Tod.  Erschöpfen  die  Zahlen,  durchdringen  die  Veränderungen, ­
  von  der  Gestalt  ausgehen,  versetzen  und  wechseln,
nennt  man  Verwandlung,  nennt  man  Zauberei.  Die  Dinge  bewerkstelligen, ­
  hierbei  ist  die  Kunstfertigkeit  wundervoll,  das
Verdienst  bedeutend.  Deswegen  ist  es  schwer  zu  beenden,
schwer  zu  erschöpfen.  Von  der  Gestalt  ausgehen,  hierbei  ist
die  Kunstfertigkeit  offenkundig,  das  Verdienst  gering.  Deswegen
folgt  es  der  Erhebung,  folgt  es  der  Vernichtung.  Wenn  man
weiss,  dass  Verwandlung  und  Zauberei  von  Leben  und  Tod
nicht  verschieden  sind,  dann  kann  man  die  Zauberei  lernen.
Ich  und  du,  wir  sind  ebenfalls  Zauberer.  Wozu  brauchten  wir
diese  Kunst  zu  lernen?
Das  Buch  Me-tse  sagt:
T*  &  Kung-schü-tse  schnitzte  das  Holz  des  Bambus ­
  und  bildete  eine  Aelster.  Als  sie  fertig  war,  Hess  er  sie
fliegen.  Sie  kam  durch  drei  Tage  nicht  herunter.  Er  hielt
dieses  für  die  grösste  Kunstfertigkeit.  Me-tse  sagte  zu  ihm:
Wenn  du  eine  Aelster  verfertigst,  so  ist  dieses  weniger,  als
wenn  der  Zimmermann  den  Achsenstift  des  Wagens  verfertigt.
Er  stellt  augenblicklich  ein  drei  Zoll  messendes  Holz  und  lässt
es  tragen  von  fünfzig  Centnern  die  Schwere.  Deswegen  nennt
man  denjenigen,  der  den  Menschen  nützt,  kunstfertig.  Denjenigen, ­
  der  den  Menschen  nicht  nützt,  nennt  man  ungeschickt.
            
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