Zur Charakteristik 'Geläl ufl-ain us-Sujilti's und seiner literar. Thätigkeit. 11
jenem vorgezogen und der unangenehme Zufall seines allzuspäten
Todes übersehen. Für das 8. Jhd. wird zwischen
Siräg ud-din ul-Bulkaim — die Gelehrten Egyptens nehmen
für ihn Partei — und dem berühmten Mystiker Näsir ud-din
us-Sädeli — für den sich natürlicherweise die Süfi’s entscheiden
—■ gestritten.
Schon in diesem 8. Jhd. ging die muhammedanische Wissenschaft,
nachdem sie in Gazäli ihre Mittagshöhe erreicht
hatte, einer Lethargie entgegen; die besonders in den letzten
zwei Jahrhunderten Mode gewordene Vielschreiberei und die
ganze Richtung derselben, die wenig Originelles zu Tage förderte,
sondern mehr die übersichtliche Anordnung und compendiöse
Zusammenstellung des bishin — namentlich in der
Traditionskunde — Geleisteten erstrebte, brachte denkenden
Muhammedanern den Mangel genialer Thatkraft und origineller
Productivität zum Bewusstsein, so dass man für das 9. Jhd.
keinen Regenerator mehr zu erhoffen sieh getraute, und in weiteren
Kreisen — auch angeregt durch die socialen und politischen
Verhältnisse der muhammedanischen Gesellschaft —
die Meinung Platz griff, dass für dieses Jahrhundert statt des
mugeddid der erwartete Mehdl erscheinen werde. Zein ud-din ul
Iräki, einer derjenigen, welche die Regeneratoren jedes Jahrhunderts
seit Muhammed in einer Art versus memoriales zusammenstellten,
und an den Anfang seines pIaä.^1 cy-soLsJ ^
fügte, schliesst dieselben mit den Worten: ,Man glaubt, dass
der achte (Regenerator) der Mehdi, von den Nachkommen des
Propheten, sei, oder Christus, der Rechtgeleitete' 1 und motivirt
diese Anschauung mit der Erscheinung, dass die Gelehrten
aussterben, ohne dass ihr Platz ausgefüllt werden könnte. 2
,Nicht das Aufhören der Wissenschaft ist ihr Tod, vielmehr
fällt dieser mit dem Aussterben der Gelehrten zusammen. Und
so ist’s geworden/ — Bedr-ud-din ul-Ahdal, der Verfasser
einer Schutzschrift für die Asari’sche Richtung (x/wö^+JI xJLwj
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