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II au p t.
Zum Schlüsse will ich hier noch die zertrümmerten Hss.
des Passionais anzeigen, die bis jetzt unbekannt waren.
I. Unter den Melker Bruchstücken befinden sich acht
pergamentene Blätter, in zwei Spalten zu je 36 Zeilen auf der
Seite beschrieben, und zwar in abgesetzten Reimen zwischen
linirten Zeilen. Der erste Buchstabe jedes Reimpaares ist gross
und roth durchstrichen. Diese acht Blätter enthalten:
1 = Passional ed. Hahn 8,93—10,46. (Dieses Blatt besteht
eigentlich aus vier Streifen, die sich jedoch genau aneinander
schliessen. Einzelne Buchstaben hat die Sclieere des
Buchbinders zerstört.) 2 = 146, 64—148, 17; 3 = 184, 72— 186,
28; 4 = 330,34—331, 8; 5 = 333, 35—335, 4; 6 = 335, 15—
336, 62; 7 = 338, 15—339, 62; 8 = Marienlegenden XXV
67—210.
Diese acht Blätter in der ursprünglichen Mundart des
Dichters, sehr schön geschrieben, scheinen aus einer Hs. herzustammen,
die das erste und zweite Buch des Passionais vollständig
umfasste.
Die folgenden vier Bruchstücke befinden sich in der k. k.
Hofbibliothek.
II. Suppl. 2705. Zwei Doppelblätter, die ineinander
fallen, Pergament, XIV. Jahrh., in 4° zu zwei Spalten, von je
49 Zeilen, enthalten noch von den Marienlegenden auf Bl. 1
und 2 die Verse I—III, 42, dann auf Bl. 3 und 4 die Verse
IX—XII, 58 nach der Ausgabe Pfeiffers.
III. Suppl. 2712. Ein Blatt, Pergament, XIV. Jahrh.,
in 4° zu zwei Spalten von je 29 Zeilen, enthält aus den Marienlegenden
IX, 96 — XH, 87.
IV. Suppl. 2898. Nur zwei Streifen eines pergamentenen
Blattes, das dreispaltig noch in der ersten Hälfte des XIV.
Jahrhunderts zwischen linirten Zeilen sehr schön geschrieben
ist. Diese Streifen enthalten:
1“ 294, 31— 40 b 294, 83— 92 c 295,38—47
2“ 294, 53— 78 b 295, 6— 33 c 295, 9—32
1 J 295, 37—296, 7 e 296, 51— 60 f 297, 2—11
2 J 296, 21— 46 e 296, 73—297,a2 f 297,24—49.
1‘2‘ l b 2 b l c gehören in die Legende des h. Pancratius
ed. Köpke Nr. 30.