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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

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II  au  p  t.

Zum  Schlüsse  will  ich  hier  noch  die  zertrümmerten  Hss.
des  Passionais  anzeigen,  die  bis  jetzt  unbekannt  waren.
I.  Unter  den  Melker  Bruchstücken  befinden  sich  acht
pergamentene  Blätter,  in  zwei  Spalten  zu  je  36  Zeilen  auf  der
Seite  beschrieben,  und  zwar  in  abgesetzten  Reimen  zwischen
linirten  Zeilen.  Der  erste  Buchstabe  jedes  Reimpaares  ist  gross
und  roth  durchstrichen.  Diese  acht  Blätter  enthalten:
1  =  Passional  ed.  Hahn  8,93—10,46.  (Dieses  Blatt  besteht ­
  eigentlich  aus  vier  Streifen,  die  sich  jedoch  genau  aneinander ­
  schliessen.  Einzelne  Buchstaben  hat  die  Sclieere  des
Buchbinders  zerstört.)  2  =  146,  64—148,  17;  3  =  184,  72—  186,
28;  4  =  330,34—331,  8;  5  =  333,  35—335,  4;  6  =  335,  15—
336,  62;  7  =  338,  15—339,  62;  8  =  Marienlegenden  XXV
67—210.

Diese  acht  Blätter  in  der  ursprünglichen  Mundart  des
Dichters,  sehr  schön  geschrieben,  scheinen  aus  einer  Hs.  herzustammen, ­
  die  das  erste  und  zweite  Buch  des  Passionais  vollständig ­
  umfasste.

Die  folgenden  vier  Bruchstücke  befinden  sich  in  der  k.  k.
Hofbibliothek.
II.  Suppl.  2705.  Zwei  Doppelblätter,  die  ineinander
fallen,  Pergament,  XIV.  Jahrh.,  in  4°  zu  zwei  Spalten,  von  je
49  Zeilen,  enthalten  noch  von  den  Marienlegenden  auf  Bl.  1
und  2  die  Verse  I—III,  42,  dann  auf  Bl.  3  und  4  die  Verse
IX—XII,  58  nach  der  Ausgabe  Pfeiffers.
III.  Suppl.  2712.  Ein  Blatt,  Pergament,  XIV.  Jahrh.,
in  4°  zu  zwei  Spalten  von  je  29  Zeilen,  enthält  aus  den  Marienlegenden ­
  IX,  96  —  XH,  87.
IV.  Suppl.  2898.  Nur  zwei  Streifen  eines  pergamentenen
Blattes,  das  dreispaltig  noch  in  der  ersten  Hälfte  des  XIV.
Jahrhunderts  zwischen  linirten  Zeilen  sehr  schön  geschrieben
ist.  Diese  Streifen  enthalten:
1“  294,  31—  40  b  294,  83—  92  c  295,38—47
2“  294,  53—  78  b  295,  6—  33  c  295,  9—32
1 J  295,  37—296,  7  e  296,  51—  60  f  297,  2—11
2 J  296,  21—  46  e  296,  73—297,a2  f  297,24—49.
1‘2‘  l b  2 b  l c  gehören  in  die  Legende  des  h.  Pancratius
ed.  Köpke  Nr.  30.
            
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