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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

lieber  das  mitteldeutsche  Buch  der  Väter.

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5.  Diz  ist  von  eime  rittere  vnde  einer  iuncvrowen.
6.  Diz  ist  von  den  siben  sleferen.
Nummer  1  ist  die  Legende  der  Maria  Aegyptiaca.
Nummer  2  vom  Einsiedler  Abraham  ist  enthalten  in  III.  und
IV.  Nummer  3  ist  weiter  nicht  bekannt,  aber  aus  dem  Drucke
(Massmann,  Sanct  Alexius  Leben,  S.  105—117)  ist  zu  ersehen, ­
  dass  diese  Legende,  die  merkwürdiger  Weise  im  Passion ­
  a  1  e  fehlt,  wo  nicht  von  unserem  Dichter,  doch  von  einem
Zeitgenossen  und  Landsmanne  herrühren  müsse.  Nummer  4
von  einer  männlichen  Jungfrau,  d.  h.  von  der  h.  Margaretha
wäre  zu  untersuchen,  wie  sich  dieselbe  zur  h.  Margaretha
im  Passionale  ed.  Köpke  S.  326  ff.  verhalte.  Nummer  5  von
einem  Ritter  und  einer  Jungfrau,  d.  i.  von  der  h.  Theodora
findet  sich  auch  in  VI.  Endlich  Nummer  6  ist  in  II,  III  und
V  enthalten.  Ausserdem  steht  diese  Legende  noch  in  zwei
anderen  Hss.,  und  zwar:
XIV.  In  2779  (Rec.  2259)  der  k.  k.  Hofbibliothek  auf
85*  —  89 b .  In  dieser  Hs.  sind  bekanntlich  auch  Stücke  des
Passionais  l b —2 a  und  90“—90 b  enthalten,  dann  im  Cod.
philos.  58  des  Chorherren-Stiftes  zu  Kloster-Neu  bürg  auf
155 b —160”.  Aus  diesen  beiden  Hs.  hat  Dr.  Th.  G.  von  Kar  a  j  a  n
das  Gedicht  herausgegeben.  Heidelberg,  1839.
XV.  Dr.  K.  A.  Barack  verzeichnet  in  ,Die  Handschriften
der  fürstlich  Fürstenbergischen  Hofbibliothek  zu  Donaueschingen/
  Tübingen  1865*  8°.  S.  68  unter  Nummer  80.,
Pergamenthandschrift  aus  dem  Ende  des  XIII.  Jahrh.,  2  Blätter
in  4 0  2  Spalten.  Beide  Blätter  sind  unvollständig,  Blatt  1  ist
in  der  Mitte  quer  auseinander  gerissen  und  in  Folge  davon
verstümmelt,  das  2.  Bl.  hat  durch  Abschnitte  an  der  Seite  und
unten  verloren.  Das  Gedicht,  das  den  Dichter  des  Passionais
zum  Verfasser  hat,  und  dessen  Handschrift  sich  in  Leipzig
befindet,  ist  noch  ungedruckt.  Ueber  diese  Bruchstücke  gab
weitere  Nachricht  L.  Bartsch,  Anzeiger,  1862.  Sp.  82—83;
er  führt  einige  Verse  daraus  an,  die  in  der  Leipziger  Hs.
aufzufinden  ich  nicht  im  Stande  war.  Da  aber  K.  Bartsch
bemerkt,  dieses  Bruchstück  fange  in  der  Geschichte  des  Z  ozimas
  an,  so  vermuthe  ich,  dass  diese  Brocken  in  die  Legende
der  Maria  Aegyptiaca  gehören,  mit  welcher  die  Hamburger ­
  Hs.  beginnt.
            
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