136
Haupt.
Doppelblatt enthält den Schluss des h. Eustachius und den
Anfang der Siebenschläfer.
Alle diese Stücke gehören an das Ende des Werkes und
streng genommen bürgen sie alle nicht dafür, ob sie auch in
dieser Hs. als ein Anhang zum Buch der Väter vorhanden
waren oder einer selbständigen Hs. angehörten, ungefähr wie
die Hamburger, von der ich nachher reden werde, eine solche
ist und einige dieser sammt andern Legenden umfasst. Allen
Zweifel zu beschwichtigen, scheint Folgendes zu dienen.
V“. In Mones Anzeiger VIII, 203—205 hat Sch. in Fr.
(? Schreiber in Freiburg) ein Blatt bekannt gemacht, das
auf Perg. in f. zu 2 Spalten von je 38 Zeilen geschrieben ist.
Er gibt dieses Blatt nicht vollständig, sondern nur die zwei
ganzen Stücke (in der Leipziger Hs. 69“45 — 69“ 124 und
69“ 125 — 69 d 162) und sagt, auf 1“ finde sich ausserdem
noch das Ende und 2 b die erste Zeile eines ferneren Stückes.
Wo ist dieses Blatt, das Sch. einem geistlichen Exenipelbuche
entnommen glaubt, jetzt? — Der Form nach, 38 Zeilen die
Spalte, der Sprache und Schreibweise nach gehört es zu den
Frankfurter Bruchstücken und bürgt uns dafür, dass die kleineren
Legenden auch hier nur ein Anhang waren.
VI. Die Regensburger Bruchstücke, wie sie nach
dem Fundorte heissen, machte K. Roth bekannt. Der Herausgeber
beschreibt dieselben ,Denkmäler der deutschen Sprache,
München 1840*', p. XIH: ,Die vier ein halb Pergamentblätt.er
in 4°, welche die Bruchstücke enthalten, gehören zu einer
Hs. Die Bruchstücke der h. Euphrosyna stehen auf zwei
einzelnen, die des h. Eustachius und der h. Theodora auf
zwei zusammenhängenden Blättern; zum Eustachius gehört
iiberdiess ein der Länge nach durchschnittenes Blatt, dessen
rechter Rand hinten und vorn einzelne Buchstaben der weggeschnittenen
Spalten (b und c) zeigt. Die Blätter sind zweispaltig,
die Spalte enthält 41 (einmal 42) abgesetzte Verse,
deren Anfangsbuchstaben gross und roth durchstrichen sind,
die der Abschnitte sind ganz roth, Aufschriften zeigen sich
nirgends, Spalten und Verse stehen zwischen feinen Linien,
die Schrift ist sehr schön, schwarz und deutlich.'
Weiter machte K. Roth in seinen ,Dichtungen des
deutschen Mittelalters, Stadtamhof 1845“, S. 39 ff. vier Blätter