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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 69. Band, (Jahrgang 1871)

lieber  das  mitteldeutsche  Buch  der  Väter.

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Die  Legende  beginnt  in  beiden  mit  der  Wundergeschichte
am  Berg  Garganus  in  Apulia  und  schliesst  mit  den  neun  Chören
der  Engel.
345,  52—349,  92  LXXXVI.  Do  natiuitate  sancti  Johannis ­
  baptistae.
349,93—367,34.  CXXV.  De  decollatione  sancti  Johannis ­
  baptistae.
In  355,  74—363,  15  ist  die  Geschichte  ,vom  bösen  Juliano/
wie  schon  oben  bemerkt  wurde,  zum  erstenmal  zu  lesen;  in
363,16—367,34  ist-dann  die  Geschichte  von  seinem  Haupte
und  nur  die  kleine  Wundergeschichte  vom  Diacon  Sanctulus
aus  dem  Abschnitt  4  vorhanden.
367,35—391,78  XCVI.  De  sancta  Maria  Magdalena.
In  den  Abschnitten  1,  2  erzählt  Jacob  us  die  bekannte
Geschichte  der  Heiligen,  wie  das  Mittelalter  sie  allgemein  gewusst ­
  hat,  der  Dichter  folgt  ihm  genau  nach.  In  den  Abschnitten ­
  3—10  kommen  dann  die  kleinen  Wundergeschichten,
von  denen  3,  4  und  10  bei  Hahn  zu  lesen  sind.  Die  Nummer
4  fehlt  in  Von  der  Hägens  Hs.,  für  dieselbe  stehen  dagegen
5,  8,  9,  die  Kladen  in  dem  schon  oben  angerufenen  Jahrb.
der  Berl.  Gesellschaft  S.  269—272  mitgetheilt  hat.
Es  wäre  überflüssige.  Arbeit,  auch  das  erste  Buch  Blatt,
für  Blatt  umzuschlagen  und  in  jedem  einzelnen  Stücke  die
Uebereinstimm  ungen  sowie  Unterschiede  zwischen  dom  Texte
des  Passionais  und  der  Logen  da  aurea  aufzuweisen.
Entscheidend  ist,  dass  die  Geschichte  des  Pilatus  ebenso
hinter  der  Passion  steht  im  Passional  81,  47—89,  82  wie
dieselbe  in  der  Aurea  das  Schlussstück  ist  des  Cap.  LIII:
Do  passione  domini.  Was  aber  am  merkwürdigsten  im  ersten
Buche  ist,  die  in  alter  und  neuer  Zeit  viel  bewunderten  Marienlegenden, ­
  will  ich  hier  einer  nähern  Betrachtung  unterziehen.
Fr.  Pfeiffer  schreibt  in  der  Vorrede  S.  XIX  zu  seiner
Ausgabe  dieser  Legenden:  ,Für  einige  der  vorliegenden  Legenden ­
  glauben  wir  ebenfalls  die  unmittelbare  lateinische  Quelle
nachweisen  zu  können.  Unter  dem  Titel:  Liber  de  miraculis
existirt  ein  lateinisches  Werk,  das  öfter  in  Handschriften  gefunden ­
  wird,  z.  B.  in  der  Bibliothek  des  Klosters  Göttweih
(vergl.  Altd.  Bl.  1,  327,  28).  Dass  es  längst  schon  gedruckt
ist,  scheint  man  gar  nicht  zu  wissen.  Bernhard  Pez  hat
            
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