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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Decretalen  Gregors  IX.,  Tnnocenz  IV.,  Gregors  X.

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zuerst  (rotli)  die  Titelrubriken,  jedesmal  eine  Zeile  füllend,
dann,  je  eine  Zeile  jede  einnehmend,  die  Anfänge  der  einzelnen
Decretalen  (schwarz)  mit  rother  Initiale.  Es  sind  1  bis  29,
131  bis  42,  genau  mit  denselben  Rubriken  und  Anfängen,  die
ich  a.  a.  O.  Seite  705  ff.  angegeben  habe.  Somit  fehlt  c.  non
solum.  Schluss:  ,Datum  Asisii  Y.  id.  Septembris  pontificatus
nostri  anno  XI/
Der  Apparat  zu  den  Iunocentianischen  Decretalen  ist  ein
ganz  selbstständiges  Werk,  weder  die  Distinctionen,  noch
die  Lectura  in  decretales  behandeln  die  Iunocentianischen
Decretalen.  Er  ist  von  Johannes  Andrea  beständig  berücksichtigt ­
  worden.
D.  Constitutiones  synodales  Nemausenses.
XIX.  Diese  Statuten  hat  Marteno  Thesaurus  IV.  col.
1029  sqq.  aus  einer  Handschrift  zu  Avignon  (Stadtbibi.)  fonds
Rcquien  Num.  440.  fol.  17—47  (,Incipit  über  synodalis  compositus
  per  magistrum  Petrum  de  Sampsone  ad  instantiam
domini  Raimundi,  dei  gratia  Nemauscnsis  episcopp)  abdrucken
lassen.  Ueber  die  Zeit  der  Abfassung  kann  aus  dem  Werke
selbst  nichts  Näheres  bestimmt  werden,  ebensowenig  aus  der
Zeit  II.  Raymunds  II.  der  von  1242  —  1272  regierte,  wie  schon
Sarti  bemerkt.  Einigen  Aufschluss  gibt  die  Avignoneser  Handschrift. ­
  1  Sarti  nimmt  an,  Petrus  habe  sich  zur  Zeit,  als  er
diese  Statuten  machte,  als  Canonicus  von  Narbonne  in  Frankreich ­
  aufgehalten,  sein  Lehramt  falle  deshalb  in  eine  frühere
Zeit.  Mir  scheint,  diese  Folgerung  lässt  sich  mit  Sicherheit
nicht  machen.  Denn  dass  Jemand  zu  Bologna  docirte  und
ausserhalb  ein  Canonicat  hatte,  ist  öfter  vorgekommen.  Auch
dürfte  der  blosse  Titel  Magister  vielleicht  dafür  sprechen,
dass  Petrus  als  Professor  zur  Abfassung  der  Statuten  veranlasst ­
  wurde.  Sarti  zeigt,  dass  die  Familie  des  Petrus  aus
Nimes  oder  doch  jener  Provinz  stammt.  Es  ist  nun  offenbar
sehr  erklärlich,  dass  der  Bischof  von  Nimes  einen  berühmten

1  In  ihr  findet  sich  (vgl,  mein  Iter  gallicum  S.  399)  fol.  47  der  Vermerk,
dass  P.  Urban  V.  am  7.  März  13(14  ,ad  servicium  et  usum  canonicorum'
sie  der  Kirche  zu  Avignon  geschenkt  habe.
            
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