Zur Geschichte der Wunder in dem alten China.
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Im ersten Jahre des Zeitraumes Tai-yuen (376 n. Chr.)
war Sie-tao-siün aus dem in der Provinz Kiang-liia gelegenen
Districte Ngan-lö zwei und zwanzig Jahre alt und noch eine
kurze Zeit verständig. Plötzlich wurde er von der um die
Zeit herrschenden Krankheit befallen und genas. Später wurde
er wahnsinnig. Hundert Behandlungsarten und Rettungsmittel
stellten ihn nicht her. Da gebrauchte er ein Pulver. Er entlief
wahnsinnig und hatte noch immer vieles Leiden. Plötzlich
verlor man seine Spur. Er veränderte sich alsbald und trat
als Tiger auf. Die Menschen, die er verzehrte, konnten nicht
mehr gezählt werden. Es war ein Mädchen, das unter den
Bäumen Maulbeerblätter pflückte. Der Tiger ging hin, ergriff
und verzehrte es. Als er sie verzehrt hatte, verbarg er ihre
Haarnadel und ihr Armband. Er legte es in ein Felsenthor
des Gebirges. Später trat er wieder als Mensch auf. Er wusste
alles und nahm jene Gegenstände. Nach einem Jahre kehrte
er in das Haus zurück und war ein Mensch. Hierauf ging er
nach der Hauptstadt und diente den Obrigkeiten. Er wurde
ein Vermerker des Befehlshabers in der Vorhalle. In der
Nacht führten die mit ihm zugleich anwesenden Menschen Gespräche.
Plötzlich erzählten sie von den Veränderungen des
Himmels und der Erde, von dem Gegenstände der Wunder.
Tao-siün sagte: Ich ward einst von einer Krankheit befallen
und wurde wahnsinnig. Hierauf verwandelte ich mich und trat
als Tiger auf. Ich verzehrte Menschen durch ein ganzes Jahr. —•
Zugleich nannte er die Orte, wo dieses geschah, ferner den Geschlechtsnamen
und den Namen der von ihm aufgezehrten
Menschen. Unter den in seiner Gesellschaft befindlichen
Menschen war einer, dessen Vater, Söhne und Brüder aufgezehrt
worden waren. Derselbe rief jetzt mit lauter Stimme
und wehklagte. Er ergriff Jenen und überlieferte ihn den
Obrigkeiten. Jener starb hierauf Hungers in dem Gefängnisse
von Kien-khang.
Die auf das Unscheinbare Rücksicht nehmende Geschichte
von Kuang-tscheu sagt:
In dem Districte Tscliing-yang war unter dem gemeinen
Volke ein Haus, welches Rinder hütete. Ein Rind leckte plötzlich
das Kind dieses Hauses. An der Stelle wo es geleckt
ward, wurde das Fleisch ganz weiss, und wider Vermuthen