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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

832  Pfizmaier.
und  nimmt  den  Saft.  Man  erhitzt  und  siedet  diesen  wieder
bei  gelindem  Feuer.  Er  wird  gleich  schwarzer  Grütze,  und
man  bewirkt,  dass  man  daraus  Kugeln  bilden  kann.  Diese
führen  den  Namen:  der  das  Geistige  erschreckende  Wohlgeruch.
Man  nennt  sie  auch:  die  das  Reingeistige  erschütternden  Kugeln. ­
  Man  nennt  sie  auch:  der  das  Leben  zurückbringende
Wohlgeruch.  Man  nennt  sie  auch:  der  Wohlgeruch  des  Geistigen ­
  des  Vogels.  Man  nennt  sie  auch:  der  den  Tod  zurückwerfende ­
  Wohlgeruch.  Es  ist  Eine  Gattung  und  fünf  Namen.
Es  ist  ein  reingeistiger  Gegenstand.  Den  Wohlgeruch  riecht
man  auf  einer  Strecke  von  mehreren  hundert  Weglängen.
Wenn  die  todten  Leichname,  die  auf  der  Erde  liegen,  den
Wohlgeruch  riechen,  so  werden  sie  dadurch  lebendig.
Die  Denkwürdigkeiten  von  vielseitigen  Dingen  sagen:
Das  herangezogene  göttliche  Uebereinkommen  sagt:  Die
Götter  der  fünf  Berghohen  sind  höchst  weise.  Die  Geistigen
der  vier  Rinnen 1  sind  menschlich.  Sie  sind  die  Enkel  des
Himmelskaisers  auf  dem  Tai-schan.  Sie  sind  vorgesetzt  der
Vorladung  der  lichten  Seele  des  Menschen,  dem  Anfang  und
dem  Ende  der  zehntausend  Wesen  der  östlichen  Gegenden.
Sie  sind  vorgesetzt  der  Länge  und  Kürze  des  Lebens  und  des
Lebensloses  des  Menschen.
Die  Verzeichnisse  des  Auflesens  des  Hinterlassenen  von
Wang-tse-nien  sagen:
Auf  dem  Berge  Yung-kao  findet  man  die  Reispflanze  der
fliegenden  lichten  Seele.  Wer  sie  verzehrt,  stirbt  und  wird
wieder  lebendig.
Die  Worte  von  Tsu  sagen:
Das  ,Herbeirufen  der  lichten  Seele'  ist  von  Sung-yö  verfasst ­
  worden.  Yö  bedauerte,  dass  Khie-yuen  redlich  war  und
verstossen  wurde,  dass  er  geworfen  wurde  auf  die  Bergsümpfe
des  Kummers,  dass  seine  lichte  und  dunkle  Seele  losgelassen
wurde  und  sich  verflüchtigte,  dass  sein  Lebenslos  sich  zum  Fallen
1  Die  vier  Rinnen  sind  der  grosse  Strom,  der  grosse  See,  die  Flüsse  Hoai
und  Thsi.  Nach  Einigen  ist  Tö  ,Rinne‘  so  viel  als  Tö
,allein 1 ,  weil  ein  jedes  dieser  Gewässer  das  Wasser  für  sich  allein  ausfühi't
  und  in  das  Meer  tritt.  Nach  Anderen  steht  Tö  ,Rinne'  für
m  Tschö  ,triib‘,  weil  diese  Gewässer  den  Schmutz  und  das  Trübe  des
mittleren  Reiches  in  das  Ostmeer  führen.
            
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