Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Zur  Geschichte  der  Wunder  in  dem  alten  China.

819

Die  Mutter  Yü-kin’s  von  Sin-ye  erkrankte.  Die  drei
Brüder  befanden  sieb  sämmtlich  bei  ihr  und  bedienten  sie  am
hellen  Tage  in  ihrer  Krankheit.  Sie  zündeten  gewöhnlich  ein
Feuer  an.  Plötzlich  sahen  sie,  dass  der  Vorhang  sich  zusammenrollte ­
  und  ausbreitete.  Dieses  ereignete  sich  etliche  vier
Male.  Nach  einer  Weile  hörten  sie  vor  dem  Bette  einen  ungewöhnlichen ­
  Lärm,  als  ob  Hunde  mit  einander  kämpften.  Das
ganze  Haus  blickte  hin,  man  sah  aber  durchaus  keine  Hunde.
Man  sah  das  Haupt  eines  todten  Menschen  auf  der  Erde  liegen.
Das  Haupt  war  noch  blutig.  Man  sah  deutlich  beide  Augen,
die  sich  noch  immer  bewegten.  Es  war  sehr  widerlich,  und
das  Haus  ward  von  Furcht  befallen.  In  der  Nacht  trug  man
das  Haupt  vor  das  Thor  und  begrub  es  in  dem  rückwärts  gelegenen ­
  Garten.  Am  nächsten  Morgen  ging  man  hin,  um  nachzusehen. ­
  Das  Haupt  war  aus  der  Erde  hervorgekommen,  und  die
beiden  Augen  bewegten  sich  noch  immer.  Man  vergrub  es  nochmals. ­
  Den  folgenden  Morgen  war  es  wieder  hervorgekommen.
Man  vergrub  es  zugleich  mit  einem  irdenen  Haupte,  und  es  kam
nicht  wieder  hervor.  In  einigen  Tagen  starb  die  Mutter.
Der  Garten  der  Merkwürdigkeiten  sagt:
Sie-wen-tsing  traf  an  der  Rückseite  des  Sammelhauses  mit
Gästen  zusammen.  Sein  Weib  von  dem  Geschlechte  Lieu  sah
einen  Hund  kommen,  der  das  Haupt  des  Mannes  von  dom  Geschlechte ­
  Sie  in  dem  Munde  trüg.  Nach  längerer  Zeit  war
seine  Spur  verloren.  Das  Weib  erzählte  dieses.  Der  Mann
von  dem  Geschlechte  Sie  zeigte  äusserlich  eine  unveränderte
Miene.  In  demselben  Monate  starb  er.

Was  Li-tao-yti  von  Ngan-ku  betrifft,  so  schlief  in  dem
Zeiträume  Ynen-kia  (424  bis  453  n.  Chr.)  ein  Hund  auf  dem
Wege.  Yü  versetzte  ihm  einen  Fusstritt.  Der  Hund  sprach:
Du  stehst  vor  deinem  Tode.  Warum  trittst  du  mich  mit  dem
Fusse?  —  Nach  einem  Jahre  starb  Yii.
Zu  den  Zeiten  der  Tsin  wollte  die  Kaiserin  von  dem  Geschlechte ­
  Yang,  die  Gemalin  des  Kaisers  lloei,  in  den  Palast
treten.  In  ihren  Kleidern  zeigte  sich  plötzlich  ein  Feuerschein.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.