Polargegenden Europas.
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Was durch klassische Gelahrtheit zur Störung sicherer
Kunde über die Nordvölker geleistet ward, hat uns Adam von
Bremen gezeigt. Ebenso füllte sich das Abendland durch die
Kreuzzüge mit den wundersamsten ethno- und geographischen
Erzählungen: der Zug zu dem Romanhaften dringt durch die
Menschen und befängt sie lange. So erklärt sich die abenteuerliche
Völkerkarte in den späteren nordischen Sagas durch
Einwirkung verschiedener Mittel.
Jedoch fohlt es auch jetzt nicht an einzelnen Nachrichten,
welche das Recht des nüchternen Berichts gegenüber der dichterischen
willkürlichen Gestaltung einigcrmassen wahren.
Eine isländisch-norwegische Geographie des 13./14. Jahrhunderts,
deren Bruchstücke sich in verschiedenen Handschriften
finden, 1 beschreibt wie nördlich von Norwegen Finnmark folgt
und dass man ostwärts von da nach Bermland komme. Bermland
hange durch unbewohnte Länder mit Grönland zusammen,
auf dessen festländische Eigenschaft schon der in Norwegen nach
Beginn des dreizehnten Jahrhunderts verfasste Königsspiegel
aus der Menge von Thieren schloss, die schwerlich auf einer
Insel leben könnten (Cap. 17).
Südlich von Grönland setzt jene Landbeschreibung Halluland
und Markland, worunter Labrador und Neufundland zu
verstehen sein werden. Von da sei es nicht weit nach
Winland, das sich nach der Ansicht mancher bis Afrika
erstrecke.
In der unter dem Namen Gripla bekannten, im Original
verlorenen Schrift wird die See zwischen Winland und Grönland
Ginnungagap genannt, unter welchem altmythischen Namen
des Urchaos in einer späteren Schrift das ganze Weltmeer
westwärts von Spanien begriffen ist. 2
Das wichtigste in jenen Nachrichten für uns hier ist die
Vorstellung einer zusammenhängenden Landmasse um den
gibt Nibel. 682 A (789 B), wo das von Siegfried unterworfene Land
Nibelungs und Schilbungs mit Norwegen gleichbedeutend steht. Bezeichnend
für C ist, dass sie Norwaege tilgt.
1 Werlauff Symbolae ad geograplüam medii aevi. Havn. 1821. S. 7. 14.
Grönlands Mindesmärker III, 216. 220.
2 Grönlands Mindesmärker III, 224. 227.
Sitzl). (1. pliil.-Sst. CI. LXVITleBd. IV. Ilft.
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