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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Resultate  der  Silbenzählung.

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warum  man  hier  nicht  ebenso  die  Entstehung  des  Diphthongs
erklären  könne,  wie  bei  dem  äi  und  di  des  Causativ,  angenommen, ­
  dass  die  als  solche  angeführten  Fälle  wirkliche  Causativbildungen
  seien  und  nicht  als  Conjunctive  des  einfachen  Verbum
activum  oder  medium  zu  fassen  seien.  Darauf  lässt  sich  erwidern ­
  ,  die  Annahme,  dass  hier  Conjunctive  vorliegen,  sei
nicht  motivirt,  da  das  Pronomen  ya  auch  mit  Indicativen  construirt
  werde;  auch  sei  die  Annahme,  dass  zwischen  die  beiden
a  der  leichtern  Aussprache  wegen  ein  y  eingeschoben  wurde,
willkürlich,  da  dies  doch  auch  bei  den  Conjunctiven  der  a
Stämme  im  Aorist  nicht  geschehen  sei;  auch  bleibe  vidä«;,
das  unstreitig  dreisilbig  ist,  ohne  Erklärung.  (Darüber,  dass  ein
durch  Epenthese  entstandener  Diphthong  nicht  zwei  Silben
gebe,  herrscht  kein  Zweifel.)  Für  die  gegebene  Erklärung
spricht  auch  daena.
Zum  Stamme  day  ist  zu  stellen
daena,  das  immer  dreisilbig  ist;  die  Stellen  sind:  31.  11.
1,  20.  3,  33.  13.  3,  34.  13.  2,  44.  9.  2,  10.  2,  11.  3,  45.  2.  5,
11.  4,  46.  6.  5,  7.  5,  11.  3,  48.  4.  2,  49.  4.  4,  5.  2,  6.  4,  11.
2,  51.  13.  1,  17.  2,  19.  2,  21.  2,  und
duzhdaena  49.  11.  2,  das  viersilbig  ist.  day  heisst  ursprünglich ­
  so  viel  als  1)  theilen,  erthcilen,  zutheilen  2)  als
seinen  Theil  haben,  besitzen  (s.  B.  und  R.),  daraus  entwickelte
sich  die  Bedeutung  3)  zerstören,  verzehren  im  Ved.,  Sanskrt.
und  die  speciell  griechisch  in  äai'vug,'.,  Satvjga'.,  Saf?  und  4)  Antheil
  nehmen  Mitgefühl  haben  dayita,  griechisch  Saiexai  Im
Zend  wurde  day  speciell  für  die  Vertheilung  der  Grundstücke
gebraucht,  daher  daya,  das  Feld  (vend.  1.  16  pkaitim  väm
gavaca  dayaca  pourumahrkem)  als  das  zugetheilte  und  dayana
die  Zutheilung,  d.  i.  Anweisung  der  Grundstücke  und  daher  das
Abstractum  Gesetz.  Aehnlich  ist  vogoc  aus  vou.oq  und  vsg.w  entwickelt, ­
  vgl.  nam  -|-  upaim  Sanskrt.  Die  wiederholte  Vertheilung  der
Grundstücke,  deren  Eigenthümer  die  Gemeinde  ist,  an  einzelne
Mitglieder  ist  noch  heute  bei  den  Slaven  gebräuchlich  und  war
es  auch  bei  den  Germanen.  Vgl.  Tacitus  agros  per  vices  colunt.
Ob  31.  19.  3  hieher  zu  ziehen  sei,  lasse  ich  dahingestellt.
duzhazöbäo  46.  4.  3  d.  häp|muss  dreisilbig  sein,  wenn
hä9  nicht  eingeschoben  ist.  So  schreiben  K ä . 9 .  duzhhzöbäo
K c . t1  ;  duzhdöbäo  P (i .
Sitzb.  a.  pbil.-bist.  CI.  LXVIII.  Bd.  IV.  Ht't.  50
            
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