Ueber Kant’s Widerlegung des Idealismus von Berkeley.
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(um seiner Ungereimtheiten willen) und damit auch die Realität
der Körper zu leugnen, oder den Raum ideal zu setzen,
wobei die Welt der Realitäten unangetastet blieb, weil die auf
jenem (einer blossen Anschauungsform) lastenden Absurditäten
sie weiter nichts angingen. Der dritte Fall, dass der Raum
zwar ideal, aber ,nicht absolut', kein receptaculum der
Dinge, sondern eine Abstraction von den Dingen, zwar in
uns und blosse ,Vorstellung', aber doch nicht ohne die Vorstellung
von Körpern als solchen gedacht werden könne, und
der eben Berkeley’s Fall ist, stand ausserhalb seines Gesichtskreises.
Indem nun Kant sich bewusst war, das eine Glied jener
vermeintlichen Alternative zu sein, musste Berkeley nothwendig
auf der andern Seite untergebracht werden. Dieselbe bildet
denn auch wirklich den Kern derjenigen Widerlegung (2. Aufl.
vgl. II. S. 223), die wirklich, (nicht wie die von Kuno Fischer
dafürgehaltene, fälschlich) gegen Berkeley gerichtet ist. Er
nennt hier den Idealismus (er versteht den materialen) diejenige
Theorie, welche das Dasein der Gegenstände im Raum
ausser uns entweder blos für zweifelhaft undunerweislich oder
für falsch und unmöglich erklärt. Der erstere ist nach
ihm der problematische des Cärtesius, der nur eine empirische
Behauptung (assertio), nämlich: Ich bin, für ungezweifelt
erklärt. Der zweite, ,ist der dogmatische des Berkeley, der den
Raum mit allen den Dingen, welchen er als unabtrennliche Bedingung
anhängt, für etwas, was an sich selbst unmöglich sei und
darum auch die Dinge im Raum für blosse Einbildungen
erklärt.' Dieser nun, fahrt Kant fort, ,ist unvermeidlich, wenn
man den Raum als Eigenschaft, die den Dingen an sich selbst
zukommen soll, ansieht; denn da ist er mit Allem dem er zur
Bedingung diente, ein Unding. Allein der Grund zu diesem
Idealismus ist von uns in der transcendentalcn Aesthetik gehoben'.
Das ist die ganze Widerlegung, so weit sie Berkeley angeht.
Was darauf folgt: Der problematische u. s. w. bis zum
Schluss des Einschiebsels vor den Worten: Was endlich das
dritte Postulat betrifft u. s. w. (S. 216), gilt, was eben K.
Fischer entgangen ist, ausschliesslich dem Cartesianischen
Idealismus. Auch der Wiedererwecker des Berkeley’schen Idea-