Ueber Kant’s Widerlegung des Idealismus von Berkeley.
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Stande sei, davon vermögen wir uns schlechterdings keinerlei
,anschauliche' Vorstellung machen.
Freilich, wie Baumann (a. a. 0. S. 391) anerkennt, eine
,anschauliche' Vorstellung besitzen wir auch nicht von der Art,
wie unser eigener Wille Vorstellungen hervorbringt. Auch darin
stimme ich ihm bei, dass, weil der Hergang im Einzelnen,
wie der Wille es mache, sich zu Handlungen zu bestimmen,
trotz aller Innerlichkeit ein Geheimniss ist, zwar, ,nur das
Hass der Causalität als sicher bleibt', nichtsdestoweniger jedoch
,das Geheimniss des Wie dieser Gewissheit nichts
schadet'. Umsoweniger, scheint mir, wäre Kant’s Kritik im
Recht, Berkeley’s Theorie um dieses ,Geheimnisses willen als
,mystisch und schwärmend' zu tadeln'.
Dass sie es desshalb gethan habe, verräth die Kritik
allerdings nirgends. Auf die Rolle, die Berkeley dem Willen
der Gottheit als bewirkender Ursache des Phänomens der
Erfahrung im (subjectiveu) Geiste zutheilt, wird an keinem
Ort angespielt; dagegen ,die Bezweiflung der Existenz der
Sachen' im Sinne des ,recipirten Idealismus', d. h. die Leugnung
,wirklicher Sachen' (und deren Verwandlung in ,blosse Vorstellung')
schon in den Prolegomenen ihm zum Vorwurfe gemacht.
In der zweiten Ausgabe der Kritik (1787) tritt der
Tadel directer und schärfer, ja in der dritten der allgemeinen
Anmerkungen zur transeendentalen Aesthetik (§. 8. III.
a. a. 0. S. 85), die so wie die zweite erst in der zweiten Auflage
hinzugekommen ist, in spöttisch verwerfender Weise auf.
Wenn er sage, schreibt Kant dort, im Raum und in der Zeit
stelle die Anschauung sowohl der äusseren Objecte, als auch
die Selbstanschauung des Gemüths, beides vor, so wie es unsere
Sinne afficiere, d. i. wie es erscheine, so wolle das nicht
sagen, dass diese Gegenstände ein blosser Schein wären.
Denn in der Erscheinung worden jederzeit die Objecte, ja
selbst die Beschaffenheit, die wir ihnen beilegen, als etwas
wirklich Gegebenes angesehen, nur dass, sofern diese Beschaffenheit
nur von der Anschauungsart des Subject.es, in der
Relation des gegebenen Gegenstandes zu ihm, abhängt,
dieser Gegenstand als Erscheinung, von ihm selber als
Object an sich unterschieden wird. Daher sage er nicht, die
Körper scheinen blos ausser uns zu sein, oder meine Seele
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