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sondern in ihm selb st die Ursache seiner Vorstellungen
aufzusuchen.
Berkeley und Kant haben sie nichtsdestoweniger ausser
dem Subjecte gesucht und sind dem subjectiven Idealismus,
jeder auf seine besondere Weise, aus dem Wege gegangen. In
dieser werden wir auch zuletzt das wahre Motiv von Kant’s
abfälligem Urtheil über Berkeley’s Theorie antreffen; was er
im Anhang zu den Prolegomenen (S. 315) anführt, würde kaum
dazu hinreichen. Nachdem er bisher schon einen transcendentalen
und empirischen, einen formalen und materialen, kritischen,
mystischen und Cartesianischen, auch einen träumenden
und schwärmenden Idealismus unterschieden, werden wir plötzlich
mit einem ganz neuen Kriterium des ,echten' (im Gegensatz
zu seinem eigenen) Idealismus überrascht. Der Satz aller
echten Idealisten, von der eleatischen Schule an bis zum Bischof
Berkeley, sei in dieser Formel enthalten: ,alle Erkenntniss
durch Sinne und Erfahrung ist nichts als lauter Schein, und
nur in den Ideen des reinen Verstandes und der Vernunft ist
Wahrheit/ Dem gegenüber laute der Grundsatz, der seinen
Idealismus durchgängig regiere und bestimme: ,Alle Erkenntniss
von Dingen aus blossem reinem Verstände oder reiner Vernunft
ist nichts als lauter Schein und nur in der Erfahrung ist
Wahrheit'. Die Idealisten und unter ihnen vornehmlich Berkeley
sähen den Raum zwar für eine Vorstellung, aber für
eine blosse empirische an, die ebenso wie die Erscheinungen
in ihm uns nur vermittelst der Erfahrung oder Wahrnehmung
zusammt allen seinen Bestimmungen bekannt würden; er dagegen
zeige, dass der Raum (und ebenso die Zeit, auf welche
Berkeley nicht Acht hatte) sammt allen seinen Bestimmungen
a priori von uns erkannt werden könne, weil er sowohl als die
Zeit uns vor aller Wahrnehmung oder Erfahrung, als reine
Form unserer Sinnlichkeit beiwohnt und alle Anschauung derselben,
mithin auch alle Erfahrung möglich macht. Hieraus
folge: dass, da Wahrheit auf allgemeinen und nothwendigen
Gesetzen als ihren Kriterien beruhe, die Erfahrung bei Berkeley
keine Kriterien der Wahrheit haben könne, weil den Erscheinungen
derselben (von ihm) nichts a priori zu Grunde
gelegt werde, woraus dann folgt, dass sie nichts als
blosser Schein sei, dagegen bei ihm (Kant) Raum und Zeit