lieber Kant's Widerlegung des Idealismus von Berkelej'.
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thut, und den die Widerlegung des Cartesianischen Idealismus
in der zweiten nicht trifft, immer noch ein Idealist heissen
müssen.
Wir kommen hier auf das oben erwähnte Versehen Kuno
Fischer’s zu sprechen. Dieser bemerkt sehr richtig, dass die
ganze Demonstration (a. a. 0. S. 224), die darauf hinausläuft,
dass erst das Dasein der Dinge ausser uns die Wahrnehmung
unserer selbst möglich mache, ,keine Widerlegung Berkeley’s
sei' (a. a. 0. S. 428). Aber er hat übersehen, dass sie es auch
gar nicht sein sollte. Dieselbe ist nämlich in dem Zusatz der
zweiten Ausgabe ausdrücklich nicht gegen den dogmatischen,
sondern gegen den problematischen Idealismus, folglich gegen
Cartesius statt gegen Berkeley gerichtet; ganz ebenso wie die
entsprechende in der ersten Ausgabe (Nachtr. II. S. 679 ,Alle
äussere Wahrnehmung bedingt unmittelbar etwas Wirkliches
im Raume') auf den dort definirten Idealismus (denselben, der
in der zweiten Ausgabe der problematische' heisst) gemünzt
erscheint.
Wesshalb aber die erste Ausgabe unter einem Idealisten
nicht denjenigen verstanden wissen will, der das Dasein äusserer
Gegenstände der Sinne leugnet, sondern nur den, der nicht
einräumt, dass es durch unmittelbare Wahrnehmung erkannt
werde, d. h. nur Cartesius (keineswegs aber Berkeley) als
solchen betrachtet, geht aus der gleichfolgenden Unterscheidung
eines,zweifachen', des transcendentalen und des empirischen Idealismus
hervor, für deren ersten sich Kant,schon im Anfänge erklärt'hat
(S. 675 a. a. 0.). Dieser nämlich, d. i.,der Lehrbegriff',
nach welchem wir alle Erscheinungen als blosse Vorstellungen
und nicht als Dinge an sich selbst ansehen', kann zugleich
empirischer Realismus sein, d. h. die Existenz der Materie einräumen,
weil er dieselbe ,blos für Erscheinung, die von unserer
Sinnlichkeit abgetrennt nichts ist, d. i. für eine Art Vorstellungen
(Anschauung) gelten lässt, welche äusserlich heissen,
nicht als ob sie sich auf an sich selbst äussere Gegenstände
bezögen, sondern weil sie Wahrnehmungen auf den Raum beziehen,
in welchem alles ausser einander, er selbst aber, der
Raum, in uns ist' (S. 615. II.).
Und nun leuchtet ein, wienach Berkeley, im Sinne der
ersten Ausgabe eigentlich gar kein Idealist heissen darf. Er ist