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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

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sich  und  war  wie  sie  ehemals  gewesen.  Die  Kaiserin  von  dem
Geschlechte  Ko  von  Wei  liebte  sie  und  gedachte  ihrer.  Sie
liess  sie  in  die  Verzeichnisse  eintragen  und  in  den  Palast  bringen.
Sie  setzte  sie  immer  unter  die  Leute  ihrer  Umgebung  und
fragte  sie,  was  sich  zu  den  Zeiten  der  Han  in  dem  Palaste  zugetragen. ­
  Jene  sprach  darüber  mit  grosser  Klarheit,  und  alles
hatte  Ordnung  und  Ende.  Als  die  Kaiserin  von  dem  Greschlechte
Ko  starb,  wehklagte  und  weinte  Jene  über  die  Massen  und
starb  hierauf.

Die  Tochter  Hi-nung’s,  des  bei  der  Abtheilung  Sie-tschang ; s,
des  Anführers  der  Leibwächter  der  Mitte,  befindlichen  Kriegers
der  gerechten  Waffen,  von  dem  der  grosse  Vorsteher  der  Pferde,
Tsao-hieu  von  Wei  gesprochen,  erkrankte  in  dem  Alter  .von
vier  Jahren  und  starb.  Sie  wurde  absichtlich  vergraben  und
versteckt.  In  fünf  Tagen  wurde  sie  wieder  lebendig.  Im  siebenten ­
  Monate  des  dritten  Jahres  des  Zeitraumes  Tai-ho  (229
n.  Chr.)  hiess  eine  höchste  Verkündung  Plieu  die  Aeltern  veranlassen, ­
  die  Tochter  zu  bringen,  damit  man  sie  sehe.  Dieselbe ­
  war  am  dritten  Tage  des  vierten  Monates  dieses  Jahres
an  einer  Krankheit  gestorben.  Nach  vier  Tagen  wurde  sie  vergraben ­
  und  versteckt.  Im  achten  Monate  des  Jahres 1  pflückte
ein  Anwohner  desselben  Hügels  Maulbeerblätter  und  hörte  das
Weinen  eines  Kindes.  Er  sagte  es  sogleich  der  Gattin  Nung's.
Diese  ging  hin  und  sah,  dass  ihr  Kind  wieder  lebendig  geworden
war.  Es  konnte  jetzt  essen  und  trinken  wie  gewöhnlich.
Der  von  dem  Geschlechte  Lö  verfasste  Wald  der  Merkwürdigkeiten ­
  sagt:
Tschung-yao  war  durch  mehrere  Monate  nicht  bei  den  Zusammenkünften ­
  an  dem  Hofe  erschienen.  Seine  Gedanken  und
seine  Gemüthsart  waren  anders  als  gewöhnlich.  Jemand  fragte
ihn  um  die  Ursache.  Er  sagte,  dass  immer  ein  wohlgestaltetes
Weib  zu  ihm  komme.  Sie  sei  zierlich,  reizend  und  keine  gewöhnliche ­
  Erscheinung.  Der  ihn  gefragt  hatte,  sprach:  Es  ist
gewiss  ein  dämonenartiges  Wesen.  Du  kannst  sie  tödten.  —
Als  später  das  Weib  hinging,  trat  sie  nicht  sogleich  vor,  sondern

1  Dieses  stimmt  mit  der  obigen  Angabe,  dass  im  siebenten  Monate  des
Jahres  eine  höchste  Verkündung  erschienen,  nicht  genau  überein.
            
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