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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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Pfizmaier.

sein  Kind,  und  dieses  legte  ihm  die  ganze  Sache  dar.  Die
Männer  der  Geschlechter  Li  und  Tschang  meinten,  dass  dieses
wunderbar  sei.  Sie  öffneten  den  Sarg  und  sahen  nach.  Der
Leib  des  Mädchens  war  lebendiges  Fleisch.  Ihr  Angesicht  und
ihre  Züge  waren  wie  sie  früher  gewesen.  Ihr  rechter  Fuss
hatte  einen  Schuh,  der  linke  hatte  keinen.  Von  nun  an  war
sie  sofort  todt.  Ihr  Fleisch  verdarb,  und  sie  wurde  nicht  wieder
lebendig.
An  dem  nachfolgenden  Abende  kam  das  Mädchen  und
sprach:  Die  äusserste  Neigung  zwischen  Mann  und  Weib  bedeutet: ­
  Wir  werden  zugleich  alt,  aber  haben  keine  Gestaltung.
Ich  vergass  den  Schuh,  um  dich  aufmerksam  zu  machen.  Ich
zeigte,  dass  ich  nicht  wieder  lebendig  werden  darf.  Das  Herz
des  zehntausendfachen  Widerwillens,  was  sollte  es  sprechen
können?  —  Sie  trennte  sich  weinend.

Fung-hiao-tsiang  von  Tung-ping  war  Statthalter  von  Kuangliug.
  Sein  Kind  hiess  mit  Namen  Ma-tse  und  war  zwanzig
Jahre  ,alt.  Dasselbe  lag  allein  in  der  Vorhalle.  Im  Traume
sah  es  in  der  Nacht  ein  Mädchen,  das  achtzehn  bis  neunzehn
Jahre  alt  war.  Dasselbe  sagte:  Ich  bin  die  Tochter  des  früheren ­
  Statthalters  Siü-yuen-faug  und  stamme  aus  Pe-hai.  Ich
war  nicht  glücklich  und  bin  frühzeitig  verstorben,  es  sind  gegenwärtig ­
  vier  Jahre.  Ich  wurde  durch  einen  Dämon  mit  Unrecht ­
  getödtet.  Zufolge  den  Verzeichnissen  sollte  ich  achtzig
Jahre  alt  werden.  Man  erhörte  mich  und  liess  mich  wieder
leben.  Man  machte  zur  Bedingung,  dass  ich  etwas  haben  sollte,
worauf  ich  mich  stützte,  dann  dürfte  ich  lebendig  werden.  Es
sei  ferner  angemessen,  dass  ich  deine  Gattin  werde.  Kannst
du  befolgen,  was  ich  dir  auseinandersetze.,  und  mich  lebendig
machen?  —  Ma-tse  antwortete:  Du  kannst  es  darthun.  —  Sie
verabredete  mit  Ma-tse  die  Zeit,  wo  sie  hervorkommen  solle.
Als  der  verabredete  Tag  kam,  zeigten  sich  auf  dem  Boden
vor  dem  Bette  undeutliche  Umrisse,  als  ob  ein  Mensch  gerade
mit  dem  Boden  gleich  wäre.  Er  hiess  die  Leute  es  wegfegen,
aber  es  ward  immer  deutlicher.  Jetzt  erst  erinnerte  er  sich,
dass  es  die  Gestalt  sei,  die  er  im  Traume  gesehen.  Er  entfernte ­
  hierauf  die  Menschen  der  Umgebung.  Sofort  kam  nach
            
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