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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

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Aussehen,  allein  die  Nägel  seiner  Hände  waren  an  den  Stellen,
wo  sie  das  Holz  fies  Sarges  gekratzt  und  berührt  hatten,  verletzt. ­
  Hierauf  breiteten  sich  Luft  und  Farbe  allmälig  mehr
aus.  Das  Getränk  wurde  ihm  in  den  Mund  getröpfelt,  und  er
konnte  schlingen.  Hierauf  half  man  ihm  aus  dem  Sarge  heraus.
Es  währte  sehr  lange  Zeit,  und  er  ass  und  trank  allmälig  mehr.
Er  konnte  die  Augen  öffnen,  hinblicken,  Hände  und  Füsse
biegen  und  ausstrecken.  Gleichwohl  war  er  nicht  wie  andere
Menschen.  Er  konnte  nicht  sprechen,  und  Speise  und  Trank
liess  er  sich  noch  immer  von  Anderen  geben.  Auf  diese  Weise
vergingen  zehn  Jahre.  Die  Menschen  des  Hauses  beschützten
ihn  und  konnten  sich  nicht  mehr  ernstlich  mit  ihren  Geschäften
befassen.  Seine  jüngeren  Brüder  Hung  und  Tu  gaben  ihre
Geschäfte  auf,  warteten  und  pflegten  ihn  in  eigener  Person.
Er  wusste  die  Genossen  des  Landstrichs  beim  Namen  zu  nennen.
Aber  allmälig  nahm  er  wieder  ab,  sein  Befinden  verschlechterte
sich,  und  zuletzt  starb  er  noch  einmal.

In  dem  Zeiträume  Kien-ngan  (196  bis  220  n.  Chr.)  wurde
Ku-ngeu  von  Nan-yang,  dessen  Jünglingsname  Wen-liö,  von
einer  Krankheit  befallen  und  starb  zuletzt.  Zur  Zeit  seines
Todes  erschien  ein  Angestellter,  der  sich  mit  ihm  auf  den  Taischan
  begab.  Daselbst  waren  tausend  Männer  und  Weiber,
die  mit  ihm  den  gleichen  Namen  führten.  Der  Vorsteher  des
Lebensloses  untersuchte  und  berichtigte.  Er  sagte  zu  dem
wandernden  Angestellten:  Du  Lüttest  den  Wen-hö  einer  gewissen
Provinz  vorladen  sollen.  Warum  hast  du  diesen  Menschen  vorgeladen? ­
  —  Er  schickte  Jenen  eilig  fort  und  hiess  ihn  sich
entfernen.
Um  die  Zeit  war  es  Abend.  Das  Betreten  der  unter  der
Verwaltung  stehenden  Orte  war  verboten,  und  er  durfte  nicht
einkehren.  Er  gelangte  hierauf  unter  einen  ausserhalb  des
Thores  der  Vorstadt  stehenden  grossen  Baum,  wo  er  übernachtete. ­
  Daselbst  befand  sich  ein  wohlgestaltetes  Mädchen,
das  allein  ohne  Gefährten  wandelte.  Wen-hö  fragte  sie  und
sprach:  Du  scheinst  aus  einem  Hause  der  Kleider  und  Mützen
zu  sein.  Wie  kommt  es,  dass  du  zu  Fusse  gehst?  Wie  ist
dein  Gesehlochtsname  und  dein  Mädchenname?  —  Das  Mädchen
Sitzb.  fl.  pbil.-hist.  CI.  LXVUI.  Bd.  III.  Hfl.  45
            
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