Der Geisterglaube in dem alten China.
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Krankheit befallen und starb. In fünf Tagen ward er wieder
lebendig. Er erzählte, er habe eine Federnfahne ergriffen und
sei an der Spitze von Kriegsmännern gestanden. Er sei im
Begriffe gewesen, sich nach Fung-lai, zu dem Kuen-lün, zu den
gehäuften Steinen, zu dem grossen inneren Hause, dem Heng,
Lu, Hung und anderen Bergen zu begeben. Da habe man ihn
fortgeschickt und er sei heimgekehrt.
Die von Kö-hung verfassten Ueberlieferungen von göttlichen
Unsterblichen sagen:
Sse-si erkrankte einst und starb. Der unsterbliche Mensch
Tung-fung gab ihm eine Kugel Arznei und brachte sie ihm
mit Wasser in den Mund. Er hielt sein Haupt, bewegte es
und liess die Kugel zergehen. Beim Verzehren öffnete Jener
die Augen, bewegte die Hand, und sein Aussehen war, wie es
früher gewesen. Nach und nach erholte er sich. In einem
halben Tage war er fähig, aufzustehen und zu sitzen. Nach
vier Tagen war er im Stande, zu sprechen. Hierauf befand
er sich wieder wie gewöhnlich.
Die Geschichte des Suchens der Götter sagt:
In dem Zeitalter des Kaisers Wu von Tsin lebten in der
Provinz Ho-kicn ein junger Mann und ein Mädchen. Dieselben
fanden an einander Gefallen, und man erlaubte ihnen, sich zu
verbinden. Da folgte der junge Mann dem Kriegsheere. Nach
Jahren verbanden die Aeltern ihre Tochter mit einem Menschen.
Es währte nicht lange, so starb sie aus Kränkung. Der junge
Mann kehrte zurück und empfand tiefen Schmerz. Er ging
zu dom Grabhügel und wollte um sie wehklagen. Er war nur
äusserst traurig und seiner Gefühle nicht Meister. Er durchbrach
den Grabhügel und öffnete den Sarg. In diesem Augenblicke
ward sie lebendig. Er nahm sie auf den Rücken und
trug sie nach Hause. Daselbst pflegte er sie durch mehrere
Tage, und sie ward wieder hergestellt. Ihr Mann ging hin
und begehrte sie. Jener Mensch gab sie nicht zurück und
sagte: Dein Weib ist gestorben. Hat man in der Welt gehört,
dass ein Todter wieder lebendig wird ? Diese hat mir der Himmel
geschenkt, es ist nicht dein Weib. — Hierauf führten sie
gegen einander Klage. In der Provinz und in dem Districte
konnte man die Sache nicht entscheiden, und man brachte sie
vor den Beruhiger des Vorhofes. Dieser erstattete folgenden