Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

695

herrschten  in  diesen  zwei  Landstrichen  Krankheiten  des  Herzens ­
  und  des  Bauches,  an  denen  alles  ohne  Ausnahme  starb.
Als  Hung  sich  in  King-tscheu  befand,  lehrte  er  die  Menschen
ein  schwarzes  Huhn  tüdten  und  sich  damit  bedecken.  In  zehn
Fällen  erreichte  man  acht-  oder  neunmal  seinen  Zweck.  Dass
man  jetzt,  vom  Uebel  betroffen,  sich  eines  schwarzen  Huhnes
bedient,  ist  durch  Hung  in  Gebrauch  gekommen.
Die  Pflanzen  des  Stammes  sagen:
Der  Eulenpfirsichbaum  gehört  zu  den  Bäumen,  deren
Blätter  nicht  abfallen.  Er  tödtet  die  hundert  Dämonen.
Das  von  Tschang-hung  verfasste  bilderlose  Gedicht  auf
die  östliche  Hauptstadt  sagt:
Auf  dem  Sö-tö  erfand  man  die  Abwehr  des  Unheils.  Man
liess  Wache  halten  durch  Yö-lui.  Schin-tu  war  als  Gehilfe  der
Zweite.  Gegenüber  ergriffen  sie  fest  das  Schilfrohr  der  Stricke. 1

Anhang.
Beispiele  von  Scheintod.
Die  Ueberlieferungen  Tso’s,  in  dem  ersten  Tlioile  des
Fürsten  Siuen,  sagen:
Die  Menschen  von  Tsin  fingen  einen  Kundschafter  von
Thsin  und  tödteten  ihn  auf  dem  Markte  von  Kiang.  In  sechs
Tagen  ward  er  wieder  lebendig.
Das  Buch  der  fortgesetzten  Han  sagt:
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Hien,  in  dem  Zeiträume  Thsuping
  (190  bis  193  n.  Chr.),  starb  ein  aus  Tschang-scha  stammender ­
  Mensch  von  dem  Geschlechte  Idoan.  Nach  einem
Monate  hörte  seine  Mutter  in  dem  Sarge  ein  Geräusch.  Sie
öffnete  ihn  und  Jener  ward  hierauf  lebendig.  In  der  Wahrsagung ­
  liiess  es:  Das  äusserste  Yin  wird  das  Yang.  Der  unten

1  Tn  dem  hohen  Alterthum  lohten  zwei  Brüder,  Namens  Schin-tu  und  Yölui.
  Dieselben  waren  im  Stande,  die  Dämonen  festzunehmen  und  sie  mit
Stricken  von  Schilfrohr  zu  binden.  Der  Berg-  Sö-tö  ist  der  Ort,  wo  die
Dämonen  aus-  und  eintraten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.